Wallner will Lockdown nächste Woche mit Auflagen beenden

Infektionslage in Vorarlberg weiter angespannt, Peak laut Experten aber überschritten.
Infektionslage in Vorarlberg weiter angespannt, Peak laut Experten aber überschritten. ©VMH
Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat sich am Dienstag erneut für eine Beendigung des strengen Lockdowns am 12. Dezember ausgesprochen - unter strengen Auflagen und nicht für Ungeimpfte.
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So sollte es seiner Ansicht nach weitgehende Maskenpflicht, eine durchgängige 2G-Regel (Arbeitsplatz: 3G) und zugewiesene Sitzplätze bei Veranstaltungen geben. Auch über eine Sperrstunde werde man reden müssen, sagte Wallner im Pressefoyer nach der Regierungssitzung.

Die Sperrstunde sei natürlich so zu wählen, dass sich Treffen nicht stattdessen wieder in den nicht kontrollierbaren privaten Bereich verlagern, erklärte er. Keiner wolle eine weitere Welle oder einen weiteren Lockdown.

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Die Infektionslage in Vorarlberg stelle sich weiter angespannt dar, erfreulich sei aber, dass laut Experten eine klare Trendumkehr sichtbar sei, berichtete der Landeshauptmann. Man gehe davon aus, dass der Höhepunkt der Welle überschritten sei. Als Nachhall der vergangenen Wochen sei die Lage in den Spitälern mit 145 stationär betreuten Coronapatienten ebenfalls noch immer angespannt, bei weiterem Sinken der Inzidenz sei aber auch hier eine Entspannung zu erwarten.

Mit dem Fortschritt bei den verabreichten Impfungen zeigte sich Wallner zufrieden. Mit 100.000 Drittimmunisierungen im Bundesland habe man das für diesen Zeitpunkt gesetzte Ziel um 10.000 überschritten. Bestätigte Omikron-Fälle gab es in Vorarlberg bisher keine. Fünf positive PCR-Proben warteten laut Wallner mit Stand Dienstagmittag bei der AGES auf diesbezügliche Abklärung mittels Sequenzierung.

Es sei ihm persönlich wichtig klarzustellen, dass er "null Verständnis" für die Belästigung von Spitalsmitarbeitern oder größere Demonstrationen im Umfeld der Krankenhäuser habe, sagte der Landeshauptmann: "Lassen Sie die Mitarbeiter ihre Arbeit machen! Sie sind extrem belastet, das Letzte, was man da braucht, sind Demos vor der Spitalstür." Für ihn stellten solche ein "gewisses Tabu" dar. Sollte es Störaktionen geben, sei eine rote Linie überschritten, dann sei auch eine Untersagung möglich.

Bisher hätten lediglich kleine Gruppen Kerzen vor den Krankenhäusern aufgestellt und so "ihre Meinung kundgetan". Die Rückmeldungen des Spitalspersonals über Belästigungen und Beschimpfungen sind laut Wallner "nicht sehr intensiv, aber vorhanden" - man müsse frühzeitig eingreifen. So haben die Spitäler Sicherheitsdienste engagiert, im Umfeld sei auch die Behörde gefordert.

Neben dem Impfen wird im Land weiter auf das Testen gesetzt: Seit Montag gibt es in Dornbirn eine achte Landesteststraße mit einer Kapazität von 1.200 PCR-Tests am Tag. Für eine schnellere Auswertung der Tests soll, ebenfalls bei der Messe stationiert, noch im Dezember ein "Labor-Truck" in Betrieb gehen. Zudem sollen nach Ende des Lockdowns die Gurgeltests nicht mehr nur in den 53 Apotheken des Landes abgeholt oder abgegeben werden können, sondern auch in 119 Filialen der Lebensmittelhändler Spar und Sutterlüty, was laut Gantner für "das dichteste Netz an Testmöglichkeiten österreichweit" sorgt.

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(APA)

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