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Wallner spricht sich gegen Sterbehilfe aus

Rankweil – Eine Vortragsveranstaltung des bedeutenden norwegischen Palliativmediziners Stein Husebö in Rankweil nahm Landesstatthalter Markus Wallner am Freitag zum Anlass, sich gegen jede Form von Sterbehilfe auszusprechen.

“Bei uns haben die Menschen die Gewissheit, dass niemand das Grundrecht auf Leben in Frage stellt – denn dieses Anliegen haben wir in der Vorarlberger Landesverfassung verankert.”

Im Mittelpunkt stehe das Ziel, dass alle Menschen im Lande in Würde alt werden können. In der Landesverfassung heißt es: “Das Land unterstützt die begleitende Betreuung in der letzten Lebensphase.” Selbsthilfe, private Initiative und solidarische Hilfe für jene, die sich nicht selbst helfen können, seien in Vorarlberg stark ausgeprägte Prinzipien, so Wallner.

Dazu gehöre auch das gut ausgebaute palliativmedizinische Angebot im Lande. Palliativmedizin heiße Schmerzfreiheit und Lebensqualität bis zuletzt, wobei es nicht nur um physischen Schmerz, sondern auch um psychisches, soziales und seelisches Leid gehe. Wallner: “Auch wenn die Lebenssituation eines Patienten hoffnungslos erscheint, gibt es noch viel, was angeboten werden kann – Behandlung, Betreuung und Begleitung, nicht nur medizinische, sondern auch seelische und spirituelle Hilfe.”

In Vorarlberg begleiten und beraten sechs regionale Hospizteams und ein überregionales Team “Hospizbegleitung für Kinder“ flächendeckend schwerkranke, sterbende und trauernde Menschen sowie deren Angehörige. Zudem wurde vor rund drei Jahren mit dem Mobilen Palliativteam ein wichtiger Meilenstein im Ausbau der integrierten Hospiz- und Palliativversorgung gesetzt: Das mobile Palliativteam betreut pflegende Angehörige, Ärzte und Hauskrankenpflege beraten schwerkranke Patientinnen und Patienten, um die Lebens- und Betreuungsqualität zu steigern. Und seit 2003 verfügt das Landeskrankenhaus Hohenems über eine Palliativstation, wo Palliativ-Patienten mit komplexer medizinischer, pflegerischer und psychosozialer Symptomatik betreut werden. Mit dem Projekt Palliative Care wurde in zwei Projektdurchgängen die palliative Versorgung in den Pflegeheimen verbessert. Palliativlehrgänge, Hospiz- und Palliativtage, Seminare und Vorträge tragen zur Qualitätssicherung und Erhaltung der palliativen Kultur bei.

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