Wallner ehrte verdiente Landsleute

Den Festakt am Freitag (26. Oktober) wollte Wallner als "gebührende Geste des Dankes, der Wertschätzung und der Anerkennung" verstanden wissen.
Den Festakt am Freitag (26. Oktober) wollte Wallner als "gebührende Geste des Dankes, der Wertschätzung und der Anerkennung" verstanden wissen. ©A.Serra
Den Nationalfeiertag nahm Landeshauptmann Markus Wallner auch in diesem Jahr zum Anlass, um mehrere verdiente Mitbürgerinnen und Mitbürger zu ehren.

Den Festakt am Freitag (26. Oktober) wollte Wallner als “gebührende Geste des Dankes, der Wertschätzung und der Anerkennung” verstanden wissen. Insgesamt überreichte er neun Landes- sowie drei Bundesauszeichnungen.

Der besondere Tag eigne sich hervorragend, “um Persönlichkeiten zu würdigen, die sich in besonderer Weise für das Land und seine Menschen eingesetzt haben”, sagte der Landeshauptmann vor den zahlreichen Festgästen, die sich im Montfortsaal des Landhauses versammelt hatten. Wallner bedankte sich auch bei den anwesenden Familienmitgliedern und Angehörigen: “Ein hohes Maß an Engagement ist immer auch mit viel Zeit geben verbunden. Das dafür aufgebrachte Verständnis verdient ebenso Beachtung und Respekt”.

Landes- und Bundesauszeichnungen

Mit Silbernen Ehrenzeichen, der zweithöchsten in Vorarlberg zu vergebenden Ehrung, wurden die Bürgermeister aus Fußach und Altach, Ernst Blum und Gottfried Brändle, ausgezeichnet. Beide feiern heuer ihr 25-jähriges Amtsjubiläum. Ruth Rüdisser aus Bregenz, Maria Winder aus Hörbranz, Alt-Bürgermeister Arnold Hirschbühl aus Krumbach sowie Willi Meusburger aus Bregenz erhielten jeweils das Große Verdienstzeichen des Landes. Mit dem Verdienstzeichen des Landes wurden Herlinde Erhard aus Silbertal, Gertrud Mathis aus Hohenems und Leo Kalt aus dem schweizerischen Mörschwil geehrt. Die drei Ärzte Guntram Hinteregger aus Alberschwende, Josef Metzler aus Lustenau und Wolfgang Metzler aus Rankweil durften sich über eine Bundesauszeichnung freuen. Ihnen allen wurde vom Bundespräsidenten der Berufstitel “Medizinalrat” zuerkannt.

Silberne Ehrenzeichen

In seiner bisherigen Amtszeit hat Ernst Blum als Bürgermeister von Fußach einiges bewegt. So sind unter seiner Führung zahlreiche Bauprojekte realisiert worden, etwa die Sanierung und Erweiterung der Volksschule mit Neuerrichtung eines Probelokals für den Musikverein und eines Kulturraumes, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und des Werkhofs, die Umsetzung der Spiel- und Sportanlage Müß oder die baulichen Ausbaumaßnahmen im Bereich Kinderbetreuung. Daneben ist Blum Obmann des Wasserverbandes Rheindelta sowie Mitglied in anderen Ausschüssen und Verbänden. Von 2009 bis 2014 war Ernst Blum zudem Mitglied des Vorarlberger Landtages.

Positiv hat auch Gottfried Brändle seinen Heimatort Altach in den 25 Jahren an der Gemeindespitze weiterentwickelt. Gebaut wurden unter anderem das Sozialzentrum, das Feuerwehrhaus inklusive Werkhof, das Veranstaltungszentrum KOM und der Islamische Friedhof. Erweiterungen bzw. Erneuerungen wurden an der Volks- und Mittelschule und am Stadion Schnabelholz vorgenommen. Wichtige Vorhaben sind auch im Bereich der Wasserver- bzw. der Abwasserentsorgung realisiert worden. Zentrale Projekte waren zudem die Grünmülldeponie, die ÖBB-Lärmschutzwand und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf die effiziente LED-Technologie.

Große Verdienstzeichen

Die studierte Psychologin und Pädagogin Ruth Rüdisser hat sich beim Auf- und Ausbau des Fachbereichs Kinderschutz beim Institut für Sozialdienste (ifs) besonders verdient gemacht. Sie engagierte sich in der Prozessbegleitung für Kinder und Jugendliche und brachte ihr fachliches Wissen im Opferschutz ein. Als ausgewiesene Fachfrau wurde sie 2010 zur Ombudsfrau der Diözese Feldkirch ernannt, war Vorsitzende der Opferschutz-Kommission des Landes Vorarlberg und für verschiedene Opferschutzstellen in der Abklärung tätig. Mit Ende März 2018 verabschiedete sie sich in den Ruhestand.

Maria Winder engagiert sich seit mehr als acht Jahren als Obfrau des Vereins “HPE – Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter”, in dem sie sich seit dessen Gründung im Jahr 1997 ehrenamtlich engagiert. Ihrem Einsatz ist es mitzuverdanken, dass heute eine Reihe engagierter Menschen für “HPE Vorarlberg” tätig sind und die sehr vielfältige und anspruchsvolle Arbeit mittragen. Mit öffentlichen Auftritten in Print oder Rundfunk, über Vorträge, Angehörigengespräche und vieles mehr wird von Vereinsseite alles daran gesetzt, das große Schweigen zu durchbrechen und Betroffenen zur Seite zu stehen.

In der 23-jährigen Amtszeit als Bürgermeister hat Arnold Hirschbühl der Gemeinde Krumbach unverkennbar den Stempel aufgedrückt. In all den Jahren hat Hirschbühl sehr großen Wert auf die aktive Einbeziehung der Bevölkerung gelegt. Bei allen wesentlichen Zukunftsprojekten waren die jeweils Beteiligten bzw. alle Bürgerinnen und Bürger zur Ideenfindung und Mitsprache eingeladen. Für die REGIO Bregenzerwald engagierte sich Hirschbühl viele Jahre als Raumplanungssprecher. Nicht nur beim sozialen Wohnbau sondern auch in Sachen Architektur und gelebte Baukultur übernahm Krumbach eine Vorreiterrolle.

Willi Meusburger stand 27 Jahre der Berufsvereinigung der bildenden Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs als Präsident vor. Von ihnen ist er in der Funktion immer wieder bestätigt worden, was auch das große Vertrauen in seine Person widerspiegelt. Unter seiner Amtszeit konnte die Berufsvereinigung viele neue Mitglieder gewinnen. Zu vielen Künstlerinnen und Künstlern pflegte Meusburger nicht nur gute, sondern oft auch freundschaftliche Kontakte. Indem er auch internationale Kunst präsentierte, wuchs der Ruf des Künstlerhauses als nicht nur regional wichtiges Ausstellungshaus.

Verdienstzeichen

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich Herlinde Erhard als “Urlaub am Bauernhof”-Regionalvertreterin. Zudem ist sie in der ARGE LandHand aktiv, einer Initiative, die sich dem Erhalt und der Förderung von traditionellen Handwerkstechniken widmet. Mit anderen Bäuerinnen und Bauern engagiert sich Erhard darüber hinaus im Verein “bewusstmontafon”, wo sie sich um eine engere Kooperation von Landwirtschaft und Tourismus bemüht.

Gertrud Mathis hat bei der Telefonseelsorge Vorarlberg als Mitarbeiterin der ersten Stunde viele Jahre lang ehrenamtlich Dienst verrichtet. In den 36 Jahren sind rund 7.000 Stunden an ehrenamtlichem Einsatz zusammengekommen. Daneben ist sie seit 1993 in der Hospizgruppe Götzis aktiv. Vier Jahre, von 1986 bis 1990, arbeitete sie zudem in der Frauennotwohnung mit. Sie ist langjähriges Mitglied im Sozialkreis ihrer Heimatpfarre in Hohenems und seit 1995 auch Sängerin in der Chorgemeinschaft Rüte/Hohenems.

Rund 25 Jahre, davon neun Jahre als Obmann, setzte sich Leo Kalt für den Verein Rhein-Schauen ein, der sich der Bewahrung und der Pflege des historischen Erbes der Rheinregulierung verschrieben hat. Heuer im März wurde Kalt zum Ehrenobmann ernannt. Hervorzuheben ist die wichtige Vermittlungs- und Kommunikationsarbeit, die vom Verein geleistet wurde und wird. Zeitgerecht zum 25-jährigen Vereinsjubiläum im Vorjahr gelang es, die Revision der Dampflok Maffei erfolgreich abzuschließen.

Bundesauszeichnung: Berufstitel “Medizinalrat” für drei Ärzte

Der Allgemeinmediziner Guntram Hinteregger unterhält nicht nur eine Kassenpraxis, in der immer wieder Lehrpraktikantinnen und -praktikanten ausgebildet werden, sondern steht seit 1998 auch dem Referat Landmedizin und Hausapotheken vor. Auf seine Initiative hin wurden zwei Prüfgeräte für die Teilradiologie angeschafft. Gegen einen geringen Betrag können sie von den niedergelassenen Ärzten in den Talschaften zur Durchführung von radiologischen Untersuchungen leihweise genützt werden. Engagiert ist auch der Einsatz im Referat Sozial- und Vorsorgemedizin. Viele Jahre leitete Hinteregger wichtige Funktionen im Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin.

Seit 1995 ist Josef Metzler niedergelassener Facharzt für Innere Medizin in Hohenems. Mehrere Jahre stand er der Fachgruppe Innere Medizin als Obmann vor. In dieser Zeit hat er sich engagiert für eine gewinnbringende Verständigung in den verschiedenen Bereichen der Inneren Medizin zum Wohle aller eingesetzt. Sowohl in der Bevölkerung als auch in der Kollegenschaft gilt Metzler als ausgezeichneter Arzt, der seine Aufgabe mit ausgeprägtem Pflichtbewusstsein und überdurchschnittlicher Einsatzfreude erfüllt. Die Ärztekolleginnen und -kollegen bescheinigen darüber hinaus große Umsicht und Konsensbereitschaft und einen starken Willen zur konstruktiven Mitarbeit.

Wolfgang Metzler ist seit dem Jahr 1993 niedergelassener Facharzt für Innere Medizin in Rankweil. Schon als Turnusarzt war Metzler bereit, innerhalb der Kammergremien wichtige Aufgaben zu übernehmen und aktiv mitzuarbeiten. In leitender Stelle war Metzler zudem viele Jahre lang im kassenärztlichen Verrechnungsstellenausschuss tätig. In dieser Position hat er die Honorarverhandlungen mit der Vorarlberger Gebietskrankenkasse wesentlich mitverantwortet. Seit dem Jahr 2001 gehört er dem Landessanitätsrat für Vorarlberg an. Dort konnte er bereits bei zahlreichen schwierigen Primariats-Nachbesetzungen konstruktiv mitwirken.

(VLK)

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