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Wallner: Druck auf Koblach und ein Rüffel für Rauch

Interview mit Landeshauptmann Markus Wallner zum Projekt Rhesi in seinem Büro im Landhaus
Interview mit Landeshauptmann Markus Wallner zum Projekt Rhesi in seinem Büro im Landhaus ©VOL.AT/Steurer
Bregenz - Der Landeshauptmann warnt in einem VN-Interview vor Verzögerungen beim Hochwasserschutzprojekt Rhesi.
Rückschlag für Rhesi
Rhesi muss Dämpfer hinnehmen

Landeshauptmann Markus Wallner hat vergangenes Jahr das Hochwasserschutzprojekt Rhesi zur Chefsache erklärt. Momentan stockt das Projekt, 90 Nutzungsberechtigte in Koblach haben gegen die aktuellen Pläne gestimmt – ihr Votum ist aber nicht bindend. Für Wallner steht deshalb fest, wie die Koblacher Gemeindevertretung abzustimmen hat.

Die “Vorarlberger Nachrichten” haben Landeshauptmann Wallner zum Interview geben.

Auszüge aus dem Interview:

VN: Wie sieht die aktuelle Situation bei Rhesi aus?

Wallner: Wir müssen alles daransetzen, Rhesi umzusetzen. Ich habe mit dem Bürgermeister und weiteren Vertretern gesprochen und klar gemacht, dass wir nicht abweichen werden.

VN: Es existieren Befürchtungen, was das Grundwasser oder den Materialtransport betrifft.

Wallner: Das sind Detailplanungen, aber das Gesamtprojekt muss umgesetzt werden. Koblach ist von mir aufgefordert worden, die Gesamtverantwortung wahrzunehmen.

VN: Und was ist mit den Detailfragen?

Wallner: Wir haben schon zugesagt, dass wir diese Fragen dann in der nächsten Planungsstufe klären. Jetzt brauchen wir einmal ein Ja der Gemeindevertretung.

VN: Gehen Sie von einem Ja aus?

Wallner: Das erwarte ich mir.

VN: Wie reagiert das Land bei einem Nein?

Wallner: Wir müssten die Planungen auf jeden Fall fortsetzen, davon wird keinen Millimeter abgewichen. Es sind alle Aufträge ergangen. Wir würden aber weiter versuchen, die Probleme zu lösen.

VN: Ein kleineres Projekt, das ebenfalls für Diskussionen sorgt, ist der Speicherteich im Montafon.Wie nehmen Sie den Disput wahr?

Wallner: Das hat natürlich regierungsintern zu einer Auseinandersetzung geführt. Im Gespräch mit Johannes Rauch habe ich auch klar gesagt, was ich mir von einem Regierungsmitglied erwarte. Nämlich ein faires Auftreten gegenüber einem Projektbetreiber und einer Talschaft.

VN: Was genau stört Sie?

Wallner: Ich halte weder den Begriff „hirnrissig“ noch die Begriffe „Staumauer und Naturfrevel“ für ein Regierungsmitglied für klug. Von einem Regierungsmitglied erwarte ich mir schon, dass er mit einem Unternehmen, das einen Tourismusfaktor fürs Land darstellt, einen fairen Umgang pflegt.

VN: Sehen Sie dadurch die Stimmung in der Koalition gefährdet?

Wallner: Es hat zu einer Aussprache geführt und  hat sich das für mich erledigt. Beim Speichersee ist mein Eindruck, dass die Silvretta Montafon und der Tourismus ein bisschen zum Bauernopfer grüner Wahlstrategie werden könnten.

Das ganze Interview lesen Sie in den “Vorarlberger Nachrichten”.

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