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Wallner: "Bitte lassen Sie sich impfen!"

©VLK/Serra
Das Land hat sich am Donnerstag einmal mehr an die Bevölkerung gewandt, sich für die Corona-Impfung registrieren zu lassen.
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„Setzen wir der Corona-Pandemie ein baldiges Ende. Das nötige Werkzeug haben wir mit den Schutzimpfungen selbst in der Hand“. Landeshauptmann Markus Wallner hat sich am Donnerstag mit dem Aufruf an die Bevölkerung gewendet, sich jetzt im Vormerkportal unter www.vorarlberg.at/vorarlbergimpft für eine Impfung zu registrieren. „Das Impftempo zieht an. Nach der Vormerkung auf der Plattform kann es mit einer Impfeinladung ab sofort sehr schnell gehen“, verdeutlicht Wallner. Bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher und allen beteiligten Partnern kündigte er im Dornbirner Conrad Sohm eine verstärkte Kommunikation über die „Vorarlberg impft.“-Kampagne an.

Phase II

Wie beim Testen kann Vorarlberg auch beim Impfen über die Landesgrenzen hinaus eine Spitzenposition einnehmen. Phase I des Vorarlberger Impfplans wurde bis Ende Februar planmäßig abgeschlossen, derzeit befindet sich das Land mitten in Phase II und die Impfungen gehen neben bestimmten Gruppen, die im besonderen Fokus stehen, immer mehr in die Breite. Für die nächsten Wochen und Monate ist deutlich mehr Impfstoff zugesichert, wodurch sich die verfügbaren Impftermine entsprechend vervielfachen.

Bis Ende des Monats sollen rund 100.000 Vorarlberger eine Erst- bzw. Zweitimpfung erhalten haben. „Unser Ziel ist es, diese Zahl im weiteren Verlauf schnellstmöglich zu verdoppeln“, sagte Wallner. Erfreulich sei, dass bis Mitte April rund 75 Prozent der gesamten Vorarlberger Bevölkerung über 65 Jahre zumindest eine erste Corona-Immunisierung erhalten werden.

Impftermin im April

Der gut laufende Vorarlberger Impfmotor soll keinesfalls ins Stottern kommen, lautet die klare Ansage von Wallner und Rüscher. Vor diesem Hintergrund werden alle impfbereiten (und impfberechtigten) Bürger ersucht, sich jetzt in der Impf-Vormerkplattform anzumelden. „Ganz speziell wenden wir uns an die über 65-Jährigen. Alle Personen aus dieser Altersgruppe, die sich für eine Impfung vormerken, bekommen noch im April einen konkreten Impftermin“, versprechen Wallner und Rüscher. Wöchentlich stehen ab sofort bis zu 15.000 Dosen bereit.

Impfen wirkt

Für eine Impfung vorgemerkt bzw. bereits geimpft sind derzeit in Vorarlberg über 158.000 Bürger. Bei rund 332.000 Impfberechtigten sind das rund 47,6 Prozent. „Um der Pandemie ein Ende zu bereiten, müssen mindestens zwei Drittel der Bevölkerung erreicht werden“, machte der Landeshauptmann deutlich. Dass die Corona-Schutzimpfungen ein wirksamer Weg sind, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, zeigen die bereits erfolgten Immunisierungen in Vorarlbergs Alten- und Pflegeheimen und den Landeskrankenhäusern. Im Zuge von Phase I haben sich in den 49 Pflegeheimen des Landes rund 80 Prozent der BewohnerInnen und ein großer Teil der Beschäftigten impfen lassen. Mitte Dezember, noch vor den Impfungen, lag die Zahl der an Corona erkrankten BewohnerInnen bei über 100. Aktuell ist ein einziger Bewohner Corona-positiv.

Stark zurückgegangen ist mit den Impfungen auch die Zahl der Spitalsbediensteten, die an Corona erkrankt sind. Derzeit sind acht Krankenhausmitarbeitende Corona-positiv getestet, sieben weitere befinden sich in Quarantäne. Ende Dezember, noch vor den Impfungen, ist die Zahl der infizierten Bediensteten bei rund 80 gelegen. Von allen Vorarlberger Spitalsbediensteten haben sich rund 80 Prozent gegen das Coronavirus impfen lassen. „Der Blick auf unsere Pflegeheime und Krankenhäuser bestätigt: Eine hohe Durchimpfungsrate ist eine Garantie dafür, dass nur noch wenige positive Fälle auftreten“, erklärte Landesrätin Martina Rüscher.

„Vorarlberg impft.“ startet durch

Parallel mit den höheren Impfstoffmengen, die nach Vorarlberg kommen, verstärkt das Land gemeinsam mit seinen Partnern die Kommunikation im Rahmen der bereits laufenden „Vorarlberg impft.“-Initiative. „Im Vordergrund steht, die Bevölkerung zum Impfen zu motivieren“, sagen Wallner und Rüscher. Zugleich wende man sich mit dem Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger, sich auf der Plattform im Internet für eine Impfung vormerken zu lassen. „Wer es noch nicht gemacht hat, bitte jetzt registrieren. Das hilft uns bei der weiteren Impfplanung enorm“, sagt der Landeshauptmann.

Vormerkungen für eine kostenlose und freiwillige Corona-Schutzimpfung lassen sich online unkompliziert unter www.vorarlberg.at/vorarlbergimpft vornehmen. Wer keinen Internetzugang und keine E-Mail-Adresse besitzt, wird gebeten, sich an Familienangehörige oder Bekannte zu wenden, die behilflich sein können. Wer auch diese Möglichkeit nicht hat, kann sich über die kostenlose Impf-Hotline 0800 201 361 telefonisch melden und erhält Unterstützung bei der Vormerkung. Sobald Impftermine verfügbar sind, erhalten Vorgemerkte gemäß der geltenden Priorisierungsliste eine Benachrichtigung mit der Einladung, einen individuellen Zeitpunkt für eine Impfung zu vereinbaren. Nützliche Informationen rund um das Impfen sind weiterhin auch unter www.1450-vorarlberg.at sowie unter www.rund-ums-impfen.at abrufbar.

„Wir wollen wieder…“

Die Kampagne „Vorarlberg impft.“ erhält breite Unterstützung aus allen Richtungen. Partner sind neben dem Vorarlberger Gemeindeverband die Vorarlberger Ärztekammer, das Rote Kreuz Vorarlberg, die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), die Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), die Arbeiterkammer Vorarlberg und die Wirtschaftskammer Vorarlberg, ÖGB Vorarlberg, die Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg und die Landwirtschaftskammer Vorarlberg. Thematisiert werden in der Kampagne vor allem die Wünsche und Sehnsüchte der Menschen in der laufenden Pandemie. „‚Wir wollen wieder‘… wird zum gemeinschaftlich artikulierten Wunsch und Credo. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto schneller sind weitere Öffnungsschritte möglich“, so Rüscher. Kommuniziert wird ganz bewusst positiv und optimistisch, und etwa nicht mit erhobenem Zeigefinger oder gar im Befehlston.

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