Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wallner: Asylwerber sollen Ausbildung zu Ende machen können

©VOL.AT/Lerch
Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner hat sich am Dienstag im Landtag dafür eingesetzt, Asylwerber ihre Ausbildung in einem Mangelberuf in Österreich fertig machen zu lassen.

“Wenn er ordentlich integriert ist, Deutsch lernt und sich an die ausgemachten Werte hält, ist es nicht in Ordnung, zu sagen, brich die Ausbildung ab und ab nach Hause”, sagte Wallner in der Aktuellen Stunde. Konkret geht es dabei um den Fall zweier Pakistaner, die trotz Ausbildungs- bzw. Beschäftigungsverhältnis abgeschoben werden sollen – Wallner stellt sich dabei auf die Seite von Wirtschaftskammer und Gemeinde, welche nach einer Lösung suchen.

“Ein bisschen Nachdenken wär’ auch gefragt”, reagierte Wallner auf den designierten FPÖ-Landesobmann Christof Bitschi, der zuvor betont hatte, eine Ausbildung dürfe das Asylrecht nicht aushebeln. “Asyl ist Schutz auf Zeit”, hatte Bitschi festgestellt, nachdem Grünen-Abgeordneter Daniel Zadra die Sinnhaftigkeit dieser Abschiebepraxis infrage gestellt hatte.

Durchlässigkeit verbessern

Sollte der Asylwerber nach dem Ende der Ausbildung noch keine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben, sei es in Ordnung, ihn in sein Heimatland “zurückzuschicken”, befand Wallner. “Die Ausbildung ist dann zumindest eine Hilfe für zuhause gewesen”, so der Landeschef. Wallner schlug damit in eine ähnliche Kerbe wie sein Amts- und Parteikollege Wilfried Haslauer in Salzburg. Dieser hatte am Montag in einem Interview mit den “Salzburger Nachrichten” angeregt, die bestehende Rot-Weiß-Rot-Karte auf Asylbewerber auszudehnen, die in einem Ausbildungsverhältnis stehen. Die Karte erlaubt es Bürgern aus Nicht-EU-Staaten, in Österreich legal zu wohnen und zu arbeiten.

Die Aktuelle Stunde des Vorarlberger Landtags stand am Dienstag unter dem Motto “Bildungserfolg mit Lehre und Matura”. Sämtliche Parteien waren sich darüber einig, die Durchlässigkeit in dieser Hinsicht zu verbessern, um dem Fachkräftemangel im Land zu begegnen. Allerdings sei diese Kombinationsmöglichkeit kaum bekannt und werde weniger angenommen als in anderen Bundesländern, kritisierte SPÖ-Abgeordnete Manuela Auer, die einen Regierungsbeauftragten für Ausbildung forderte.

Kritik von Allgäuer

Daniel Allgäuer, Klubobmann der FPÖ, übt in einer Aussendung scharfe Kritik an den Aussagen von Landeshauptmann Wallner während der “Aktuellen Stunde” und fordert ihn auf diese zu überdenken. “Schließlich hat die Nicht-Erteilung des Flüchtlingsstatus einen Grund, der in einem rechtsstaatlichen Verfahren gründlichst herausgearbeitet wird.” Für Allgäuer sei klar “wer unseren Schutz sucht, dem ist er zu gewähren.. Wer hingegen unter Angaben falscher Tatsachen unter dem Deckmantel des Asylrechts versucht, illegal zuzuwandern, dem ist schon allein aus rechtsstaatlichen Gründen ein weiterer Aufenthalt zu verwehren.”

(APA/red)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Wallner: Asylwerber sollen Ausbildung zu Ende machen können
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen