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Walchhofer will ÖSV-Abfahrts-Durststrecke beenden

Österreichs Speed-Herren jagen am Samstag in Gröden ab 12.15 Uhr nach dem ersten Weltcup-Abfahrts-Erfolg seit 15. Dezember 2007. Fette Jahre sind vorbei

Heute wie damals ruhen die Hoffnungen auf Michael Walchhofer, die größten Herausforderer des Titelverteidigers aus Salzburg dürften der zweifache Trainingsschnellste Erik Guay (CAN), Didier Cuche (SUI) und Bode Miller (USA) sein. Zum erweiterten Favoritenkreis beim Klassiker auf der Saslong zählen auch die Österreicher Hermann Maier und Klaus Kröll.

Walchhofer hat sich von den beiden Bestzeiten von Guay nicht aus der Ruhe bringen lassen. “Guay ist hier wirklich pfeilschnell, aber beim Rennen schaut es oft anders aus. Ich bin zuversichtlich und motiviert”, erklärte der 33-Jährige, der sich in toller Verfassung sieht.

“Skifahrerisch bin ich sehr, sehr gut unterwegs. Was noch abgeht, ist der große Coup, sprich ein Sieg. Dass es wie von selbst läuft, dafür braucht man eben Stockerplätze und Siege”, so Walchhofer, der das Gerede vom sieglosen Abfahrtsjahr der Österreicher mit seinem ersten Erfolg seit Gröden 2007 beenden möchte. “Dass die Mannschaft wieder gerne einen Abfahrtssieg hätte ist klar, ich persönlich natürlich auch.”

Sein Salzburger Teamkollege Maier hat Walchhofer nicht dabei geholfen, die Rolle des großen Favoriten loszuwerden. “Schon beim ersten Besichtigen war mir klar, wer hier der größte Sieganwärter ist. Einen größeren Favoriten als Walchhofer kann es hier nicht geben, diese Strecke ist wie zugeschneidert für ihn”, lautete die Einschätzung von Maier.

Selbst zählt sich der 36-Jährige zum Kreis der Außenseiter. “Hier gibt es immer ein, zwei besonders Schnelle, und dann kommt das Volk, dazu zähle ich mich”, beschrieb es der Flachauer.

Die Gröden-Abfahrt hat immer wieder auch Sensationssieger hervorgebracht, wie 1993 Markus Foser, 2004 Max Rauffer oder 2006 Steven Nyman. Ein möglicher Kandidat auf einen ähnlichen Coup ist Nymans US-Kollege T.J. Lanning, der 24-Jährige hat in den Trainingsläufen mit den Plätzen 3 und 5 aufgezeigt. “Mein Ziel ist ein Top-Ten-Platz”, gab sich Lanning dennoch recht bescheiden.

Lanning hat im Laufe seiner noch jungen Karriere bereits zahlreiche schwere Verletzungen (Knie, Knöchel, Rücken) wegstecken müssen, erst im vergangenen Frühjahr hatte er sich einer Knie-Operation unterziehen müssen. “Seitdem habe ich jeden Tag fünf Stunden wie verrückt trainiert”, berichtete Lanning, der in Montana zur Welt kam und mit seinen Eltern im Alter von drei Jahren nach Park City zog.

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