Waibel zielt auf Edelmetall

Wolfram Waibel jun. und Mario Knögler vertreten am Freitag bei den Sommerspielen in Athen im Kleinkaliber-Liegend-Bewerb der Sportschützen Österreichs Farben.

Der Vorarlberger hat schon zwei Medaillen von Atlanta 1996, der Oberösterreicher möchte seine drei neunten Plätze von Sydney übertreffen. In ihrem Wettkampf geht es um höchste Präzision, der Zehner auf der 50 Meter entfernten Scheibe hat nur zehn Millimeter Durchmesser, ist etwa so klein wie eine Zwei-Cent-Münze. „Wenn wir die Nerven im Zaum halten, können wir vorne dabei sein”, sagt Waibel. Seit 1985 ist der 34-jährige Hohenemser dabei und hat mit dem KK-Gewehr liegend mit dem Maximum von 600 Ringen zwei Mal den Weltrekord eingestellt, zuletzt im März in Sydney. „Mein Vorteil ist, dass ich schon zwei Medaillen habe”, sagte Waibel. „Ich zähle mich nicht zu den Favoriten, aber es kann klappen.”

Die Tagesform werde entscheiden. Es sei ähnlich wie beim Skispringen, wo auch innerhalb Sekundenbruchteilen der Absprung richtig erwischt werden muss, sagt der Familienvater. „Der Unterschied ist nur, dass wir 60 Mal im richtigen Moment abdrücken müssen.” Waibels Engagement als HSZ-Soldat ist mit Ende Mai ausgelaufen, er hat beruflich schon die Weichen gestellt und betreut ab September das Vorarlberger Olympia- und Talente-Förderungs-Modell.

Doch schießen wird er auch weiterhin, wenn auch „nur” im Kleinkaliber-liegend-Bewerb, auf den er sich zuletzt voll konzentriert hat. „Ich hoffe, dass ich es noch vier Jahre bis Peking schaffe”, sagte er. Diese Spiele locken auch aus einem anderen Grund: In China könnte er mit seinen Vater mit fünf Olympia-Teilnahmen gleichziehen.

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