Waibel und Knögler out

Für Wolfram Waibel jun. und Mario Knögler war der olympische Kleinkalibergewehr-Bewerb (liegend 50 m) am Freitag vorzeitig zu Ende. Beide schieden aus.

Auch in ihrem dritten Bewerb hatten die österreichischen Olympia-Schützen in Athen kein Glück. Wolfram Waibel jun. und Mario Knögler verpassten am Freitag in der Kleinkaliber-liegend-Konkurrenz das angepeilte Finale der besten Acht als 16. klar. Mit 592 Ringen fehlten dem ex aequo platzierten Duo drei Punkte. Beide waren sich keines Fehlers bewusst, kamen aber mit den windigen Bedingungen nicht zurecht. Den Titel sicherte sich Weltmeister Matthew Emmons (USA), der Beste des Grunddurchgangs (599), mit 703,3 Punkten vor dem Deutschen Christian Lusch (702,2) und dem Russen Sergej Martynow (70,1,6).

Martynow hat schon zwei Mal den Weltrekord von 600 Ringen eingestellt. Dieses Double ist auch Waibel gelungen, zuletzt im März in Sydney, doch Athen war kein guter Boden für den Gewinner von Silber und Bronze in Atlanta 1996. Der Vorarlberger haderte etwas mit den Verhältnissen. „Mit dem Wind war es schwer für mich, ich war ständig auf der Suche nach dem Rhythmus.“ Im Training habe er alles im Griff gehabt und nur Zehner geschossen und auch am Freitag sei es eigentlich gut gelaufen. „Nur der 51. Schuss war ein klarer Neuner, die anderen waren knapp, oft bei 9,9“, ärgerte sich Waibel.

50 Meter ist die Scheibe mit dem einen Zentimeter kleinen Zehner entfernt, da spielt die Brise doch eine Rolle. Dass es beim einzigen Einsatz bei seinen vierten Sommerspielen nicht besser geklappt habe, „tut im Herzen weh“, sagte der 34-jährige Hohenemser. „Aber ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe bis zum Schluss gekämpft.“

Waibel hat schon Edelmetall, er konnte das Ausscheiden etwas leichter nehmen als Knögler, der in Sydney drei Mal das Achter-Finale als Neunter knapp verpasst hatte. In Athen saß der 25-Jährige nach seinem Wettkampf enttäuscht am Schießstand. „Ich weiß nicht, woran es gelegen ist, das Gefühl war gut“, meinte der Marchtrenker. „Der Wind hat sicher eine Rolle gespielt. Ich hab versucht, bei jedem Schuss zu warten, bis es hundertprozentig passt, aber es wollte nicht sein.“ Athen sei vorbei, sagte er. „Jetzt geht die Vorbereitung auf Peking 2008 los.“

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