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Wahl 2014: Vorzugsstimmen führten zu Verschiebungen

Das modifizierte Persönlichkeitswahlrecht hat 2014 zu Verschiebungen geführt.
Das modifizierte Persönlichkeitswahlrecht hat 2014 zu Verschiebungen geführt. ©VN
Wallner galt bei der letzten Landtagswahl als "Vorzugsstimmenkaiser". Prominentestes "Opfer" war der damalige Landtagsvizepräsident Peter Ritter (ÖVP), der von drei Parteikollegen überholt wurde und aus dem Landtag flog.

Bei der Landtagswahl 2014 konnten von den Wählern zum ersten Mal fünf statt wie früher drei Vorzugsstimmen (maximal zwei pro Kandidat) vergeben werden. Die Vorzugsstimmen wurden doppelt gewichtet, während die Listenplätze nur noch halb so viel zählten. Das Modell von 2014 wird auch dieses Mal unverändert zur Anwendung kommen. Auch die ÖVP bekennt sich dazu - ein parteiinternes Vorzugsstimmensystem (wie bei der EU-Wahl) ist für die Landes-ÖVP bei der Landtagswahl kein Thema.

Ritter von Parteifreunden überholt

Während Ritter im Bezirk Bludenz lediglich 1.262 Vorzugsstimmen erhielt, verbuchten die letztlich vor ihm klassierten Parteifreunde mehr als 3.000 bzw. sogar 4.000 Vorzugsstimmen für sich. So schaffte Christian Gantner den Einzug in den Landtag nur, weil er Ritter überholte - und wurde im April 2018 zum Landesrat gewählt. Im Bezirk Dornbirn ergatterte der auf Platz sieben gestartete Daniel Steinhofer dank seiner Vorzugsstimmen noch eines von drei Mandaten.

Radiomoderator Waibel profitiert

Auch bei den anderen Parteien konnten manche Kandidaten mit Persönlichkeitswahlkämpfen überzeugen. Der ehemalige Radiomoderator Christoph Waibel (FPÖ) erreichte im Bezirk Dornbirn mit 4.631 die viertmeisten Vorzugsstimmen im Bezirk überhaupt und konnte so ein Grundmandat erreichen, das ihm seiner Listenposition nach nicht sicher gewesen war. Ebenfalls im Bezirk Dornbirn überholte die Landtagsabgeordnete Vahide Aydin (Grüne) mit 2.463 Vorzugsstimmen den vor ihr gereihten Daniel Zadra. Letztlich zogen beide in den Landtag ein - Aydin bekam das Grünen-Grundmandat im Bezirk, Zadra erhielt ein Landeslisten-Mandat.

"Vorzugsstimmenkaiser" Wallner

Aydin ist allerdings auch das beste Beispiel dafür, dass auch schon mit dem bis 2014 praktizierten Vorzugsstimmensystem Verschiebungen möglich waren. Ihr war es bereits 2009 gelungen, dank vieler Vorzugsstimmen zwei vor ihr platzierte Parteikollegen zu überholen und ein Grundmandat im Bezirk Dornbirn für sich zu beanspruchen.

Als "Vorzugsstimmenkaiser" ging bei der bisher letzten Vorarlberger Landtagswahl - wenig überraschend - Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hervor. Auf ihn entfielen landesweit 90.250 Vorzugsstimmen (bei 71.205 ÖVP-Wählern). Der Spitzenkandidat der Freiheitlichen, Dieter Egger, erreichte insgesamt 47.726 Vorzugsstimmen, sein Kollege von den Grünen, Johannes Rauch, folgte ihm an dritter Stelle mit 21.028. Der damalige SPÖ-Chef Michael Ritsch und die NEOS-Landessprecherin Sabine Scheffknecht kamen auf 14.951 bzw. 6.349 Vorzugsstimmen.

(APA)

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