Waffenhandel: "Nachfrage ist spürbar gestiegen"

Büchsenmacher Albert Deuring Junior im Bregenzer Geschäft.
Büchsenmacher Albert Deuring Junior im Bregenzer Geschäft.
Joachim Mangard (VOL.AT) joachim.mangard@russmedia.com
Im VOL.AT-Interview spricht Büchsenmacher Albert Deuring Junior über die aktuelle Situation seiner Branche und das österreichische Waffengesetz.

Mit dem jüngsten Urteil des US-Höchstgerichts rückt auch hierzulande ein brisantes Thema in den Mittelpunkt: In New York wurde ein über 100 Jahre altes Gesetz gekippt und erlaubt den US-Bürgern nun das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit. Und das inmitten der heftig geführten Debatte nach dem blutigen Massaker an einer texanischen Grundschule, bei dem 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen wurden. Zumindest wurde im US-Senat eine Verschärfung des Waffengesetzes in Bezug auf Kontrollen beschlossen.

Lokalaugenschein bei Waffen Deuring in Bregenz

"Es liegt in der Natur der Sache, dass Menschen in Krisensituationen verstärkt an Selbstschutz denken. So ist auch in unserer Branche ein spürbarer Anstieg in der Nachfrage nach Sicherheit bemerkbar", informiert der Inhaber des Waffen-Geschäfts in der Josef-Huter-Straße 1 auf die Frage, ob sich der russische Angriffskrieg in der Ukraine auch auf sein Geschäft auswirke.

Waffengesetz in Österreich

Im VOL.AT-Interview gewährt der Waffenexperte Einblick in das österreichische Waffengesetz und zeigt sich angesichts der lokalen Handhabe davon überzeugt, dass die Mechanismen zum Schutz der Bevölkerung funktionieren. "Um Affekthandlungen entgegenzuwirken, wird bei Kategorie-C-Waffen eine dreitägige Frist vereinbart, bevor die Person überhaupt in den Besitz ihrer ersten Waffe kommen kann", erläutert Deuring die sogenannte "Abkühlungsfrist". Waffen und Munition müssen zudem versperrt gegen Zugriff von Dritten zu Hause gelagert werden. "Niemand, außer die Person, auf welche die Waffe registriert ist, darf Zugriff haben." Der Waffenhändler warnt aber gleichzeitig davor, dass man keinen Menschen einschätzen könne. Aber auch mit einem Auto können man in Menschenmengen rasen. Wichtig sei die konsequente Überprüfung, die in Österreich gut funktioniere.

(VOL.AT)

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