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Wälder blieben in Zell am See ohne Punkte

Unnötige Niederlage des EHC Bregenzerwald beim Spitzenreiter Zell am See.
Unnötige Niederlage des EHC Bregenzerwald beim Spitzenreiter Zell am See. ©VOL.AT/Stiplovsek
Andelsbuch. Am Stefanitag musste der EHC Bregenzerwald beim Leader Zell am See eine unnötige Niederlage einstecken.

Gegen das Top Team der Liga kam man zweimal zurück und musste sich am Schluss geschlagen geben.

Um gegen das Top Team der Liga auswärts siegen zu können braucht es eine 100%ig fokussierte Leistung jedes einzelnen. Doch leistete man sich einerseits zuviel unnötige Strafen und andererseits verschenkte man vier Tore.

Zell startet frischer ins Spiel. Die Wälder waren nicht 100% ig bereit. Der eine oder andere war wohl noch etwas zu viel in der friedlichen Weihnachtsstimmung. Die Zeller waren aggressiver und konnten bis zur 13. Minute mit 3:0 in Führung gehen, da ihnen die Wälder mit individuellen Schnitzern drei Weihnachtsgeschenke verteilten.  Die Wälder versuchten zu Kämpfen und zurückzufinden.  Dies gelang durch den Anschlusstreffer zum 3:1 durch Linus Lundström. Das durchbrach den Spielfluss der Zeller und die Wälder kamen immer besser zurück.

Im zweiten Abschnitt waren die Wälder sofort parat. Bereits nach 43 Sekunden verkürzte Pierre Nilsson Grans auf 3:2. Das Spiel war wieder völlig offen. Danach schwächte man sich mit einem Revanchefoul unnötig. Fünf Minuten Unterzahl. Da jedoch auch die Zeller sich zu Fouls hinreisen liesen gab es zuerst 4/3 Powerplay für die Wälder. Hier wurden Chancen im Sekundentakt vergeben. Der Ausgleich lag mehr als in der Luft. Doch dann gelang Zell in Form von Vala das 4:2 im Powerplay und 38 Sekunden später, gerade als die fünf Minuten Strafe ablief noch das 5:2 im Powerplay. Wieder zwei unnötige Gegentore aufgrund einer unnötigen Strafe. Doch der ECB gab nicht auf.

Im letzten Drittel fighteten die Wälder weiter. In der 44. Minute dann ein 5 gegen 3 Powerplay für Zell. Nach 38 Sekunden erobern die Wälder die Scheibe, Kauppila passt auf Ban der fährt einen unwiderstehlichen Konter und in 5 gegen 3 Unterzahl verkürzen die Wälder auf 5:3. Dem nicht genug, der ECB ist jetzt am Drücker.  In der 46. Minute Powerplay für die Wälder. 5:4 – Pierre Nilsson Grans netzt ein. Die Wälder sind wieder zurück. Das Spiel wogt hin und her. Der ECB hat mehrmals die Möglichkeit zum Ausgleichen. Doch in einer entscheidenden Phase schwächt man sich wieder mit einer 10 Minuten Strafe und einer zwei Minuten Strafe. Dies bricht etwas den Rhythmus und zwingt zum Umstellend er Linien. Doch es sollte das vierte Geschenk (individuelle Fehler) sein das den Wälder das Genick bricht und dies Vala in der 52. Minute das 6:4 ermöglicht. Als der Zell bei 57.18 den zweiten Penalty an diesem Abend, in Form von Rataj, zugesprochen bekam und dieser zum 7:4 verwertet war die Niederlage besiegelt.

Jeder Spieler muss zu 100% seine Topleistung abrufen können und sich in den Dienst der Mannschaft stellen, dann könne die Spiele gewonnen werden, 90 % sind zu wenig. Dann folgen blöde Strafen und unnötige Fehler die ein Top-Team wie Zell sofort ausnutzt. Das Spiel ist abgehackt, der Fokus gilt bereits dem Heimspiel am kommenden Samstag – wiederum gegen Zell am See. Da wollen die Wälder sich natürlich wichtige Punkte im Kampf ums Play-Off zurückholen.

Trainer Henrik Alfredsson:

„Wenn wir auf das beste Team der Liga treffen dann müssen wir vom Start weg bereit sein. Wir müssen den Spielplan 100% einhalten und dürfen keine Geschenke verteilen. Heute haben wir vier Tore als nachträgliche Weihnachtsgeschenke verteilt. Dazu dürfen wir bestimmte Strafen einfach nicht nehmen. Trotzdem sind wir zweimal wieder zurückgekommen, haben 4 Tore auswärts geschossen. Es ist ärgerlich, normal müssen wir Punkte mit nachhause nehmen, aber dafür muss eben jeder 100% bereit sein. Der Fokus liegt bereits auf dem Heimspiel am Samstag. Da müssen wir entsprechend bereit und fokussiert sein.“

EK Zell am See  –  EHC-Bregenzerwald  (3:1 / 2:1 / 2:2 ) 7 : 4

Zeller Eishalle 2018; Schiedsrichter: Siegel; Loicht, Raumbasek

Tore Bregenzerwald: 3:1 Linus Lundström; 3:2 Pierre Nilsson-Grans; 5:3 Christian Ban (3/5 UZ); 5:4 Pierre Nilsson-Grans (5/4 PP)

Strafen Bregenzerwald: 53 min.; Nilsson-Grans, Haidinger, Mitgutsch, Beiter Andi, Stadelmann je 2 min; Wolf 2 x 2 min; Bereuter, Hauser (jeweils Penalty); Haidinger 10 min. Diszi.; Beiter Michi 5 plus Spieldauerstrafe.

Tore Zell: 1:0 Rataj, 2:0 Tschernutter, 3:0 Dinhopel; 4:2 Vala (5 /4 PP), 5:2 Vala (5/4 PP), 6:4 Wilfan, 7:4 Rataj (PE)

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