Wähler in Südkorea mit Potenzpillen bestochen

Einen Tag vor der Parlamentswahl sorgt in Südkorea ein Stimmenkauf-Skandal für Aufsehen: Betagte männliche Wähler sollen mit Potenzmitteln bestochen worden ein. Die Staatsanwaltschaft in Suwon südlich von Seoul leitete am Dienstag Ermittlungen zu den Vorwürfen ein. Noch gebe es keine Beweise, erklärte ein Sprecher.


Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, handle es sich aber um einen Verstoß gegen das Wahlgesetz. In Südkorea sind Potenzmittel verschreibungspflichtig. Laut einem Bericht der Zeitung “Dong A Ilbo” versuchen die Ermittler herauszufinden, wie der beschuldigte Kandidat so große Mengen der Pillen auftreiben konnte, um sie als Wahlgeschenke verteilen zu können. Um welchen Kandidaten es sich handelt, war zunächst nicht bekannt.

Stimmenkauf wird in Südkorea mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe von bis zu zehn Millionen Won – umgerechnet rund 7.670 Euro – bestraft. Dem beschuldigten Kandidaten wird zudem sein Wahlsieg aberkannt.

In Südkorea wird am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. In Umfragen liegt die konservative Saenuri-Partei von Präsidentin Park Geun Hye in Führung, obwohl sie wegen der Wirtschaftskrise zuletzt stark unter Druck stand.

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