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VW-Affäre weitet sich aus

Die VW-Korruptionsaffäre um den entlassenen Skoda-Vorstand Helmuth Schuster und den zurückgetretenen Betriebsratschef Klaus Volkert schlägt immer höhere Wellen.

Nach übereinstimmenden Berichten der Nachrichtenmagazine „Spiegel“ und „Focus“ geht es unter anderem um Kosten, die für Flüge einer mit Volkert persönlich bekannten Brasilianerin angefallen sein sollen.

Die „Bild am Sonntag“ berichtete unter Berufung auf ranghohe VW- Mitarbeiter, Schuster sei auf Veranlassung der Konzernspitze wochenlang beschattet worden. Dabei seien auch Treffen mit Personalvorstand Peter Hartz observiert worden. VW wollte sich zu den Berichten am Wochenende nicht äußern. Konzernchef Bernd Pischetsrieder kündigte eine „lückenlose Aufklärung“ der Affäre an und rief die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zu Hilfe.

Laut „Spiegel“ flog die Brasilianerin mehrfach auf VW-Kosten erste Klasse nach Deutschland. Die Abrechnungen dafür seien als Auslagen für Betriebsratsprojekte verrechnet worden. Nach „Focus“- Informationen existierte mit der Frau zudem ein Werbevertrag. Für das Honorar habe sie gearbeitet und regelmäßig Firmen-Videos für VW produziert, zitierte das Magazin die Frau aus Sao Paulo, die eine Liebesaffäre mit Volkert bestritt.

Wie der „Spiegel“ weiter berichtete, soll Schuster versucht haben, IG Metall als Mitfinanzierer für ein millionenschweres Vertriebs- und Erlebniscenter der Marke Skoda in Prag zu gewinnen. Nachdem die Gewerkschaft keine befriedigenden Informationen über die beteiligte Firma F-BEL – an der Schuster und Volkert indirekt beteiligt gewesen sein sollen – bekommen habe, sei das Geschäft mit der Gewerkschaft allerdings nicht zu Stande gekommen.

Der „Bild am Sonntag“ zufolge soll die firmeninterne Revision bei VW bei ihren Ermittlungen auch zahlreiche Fälle von überhöhten Spesen – und Reisekostenabrechnungen festgestellt haben. Darunter seien auch Quittungen, die Hartz abgezeichnet haben soll.

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