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Vorwurf Chinas: Ausländische Firmen geizig bei Beben-Hilfe

Nach dem verheerenden Erdbeben in China wird ausländischen Firmen in Mobilfunk-Textnachrichten mangelnde Spendenbereitschaft vorgeworfen. "Diese 'eisernen Hähne' sind in China reich geworden und spenden jetzt nichts", hieß es am Dienstag in einer SMS, in der ein chinesischer Ausdruck für knausrige Personen benutzt wurde.

Eine andere Nachricht rief zum Boykott von Firmen wie McDonald’s und Louis Vuitton auf.

Nach Angaben der US-Handelskammer in China sowie der Konzerne selbst haben jedoch alle in den SMS genannten Unternehmen Geld, Nahrungsmittel oder Rettungsgeräte gespendet. So hatte etwa der französische Einzelhändler Carrefour als einer der ersten Hilfe zugesagt. Die Firmen ergriffen die Chance, nach dem patriotischen Widerstand gegen die westliche Tibet-Kritik ihr Image in China wieder aufzubessern.

Die Vorwürfe gegen ausländische Firmen wurden jedoch noch übertroffen von einer Welle der Wut gegen chinesische Unternehmen. So beschuldigten Blogger Chinas größten gelisteten Immobilienentwickler Vanke, seinen Angestellten verboten zu haben, mehr als zehn Yuan (0,916 Euro) für die Erdbebenopfer zu spenden. Der Konzern wies dies jedoch vehement zurück. Medien berichteten zudem nach Angriffen auf den Vanke-Chef, dieser habe sich vielmehr in der Provinz Sichuan persönlich ein Bild von den Schäden gemacht und Hilfe beim Wiederaufbau versprochen.

Bei dem Beben am 12. Mai waren mehr als 34.000 Menschen getötet und 245.000 Menschen verletzt worden. Fast 30.000 Menschen werden noch vermisst.

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