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Vorwürfe gegen Zulieferer des Schuhriesen Deichmann

Kambodschanische Arbeiterinnen klagen über unhaltbare Zustände - Deichmann verspricht schnelle Abhilfe.Europas größter Schuhhändler Deichmann sieht sich mit dem Vorwurf unhaltbarer Arbeitsbedingungen bei einem seiner kambodschanischen Zulieferer konfrontiert.

Das ARD-Politikmagazin Report Mainz berichtete am Montag im Voraus, die Arbeiterinnen der kambodschanischen Fabrik beklagten sich über Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, weil sie Lösemitteldämpfen ohne Schutzmasken ausgesetzt seien. Außerdem zwinge das Unternehmen sie, nach ihren Aussagen zu vielen Überstunden.

Europas größter Schuhhändler reagierte betroffen auf den Bericht. Falls sich die Vorwürfe als wahr erwiesen, verstoße dies gegen wichtige Punkte des Deichmann-Verhaltenskodex. “In keinem Fall werden wir dulden, dass Arbeitnehmerrechte verletzt werden”, hieß es in einer in Essen veröffentlichten Erklärung. Deichmann habe von den Vorwürfen erst durch die Redaktion von Report Mainz Kenntnis erhalten. Der Wahrheitsgehalt lasse sich derzeit deshalb noch nicht abschätzen, hieß es weiter. Dennoch habe das Unternehmen bereits einen Experten aus Deutschland in die Fabrik geschickt, um den Vorwürfen nachzugehen und sie – falls zutreffend – abzustellen, berichtete das Unternehmen.

Laut Report Mainz beklagten sich die Arbeitnehmerinnen nicht nur über die Arbeitsbedingungen, sondern auch darüber, dass sie gezwungen würden, täglich mehr Überstunden zu machen als das kambodschanische Gesetz erlaube.

Das Unternehmen verwies darauf, dass die Fabrik mit ihren 3.000 Beschäftigten erst im Mai einer unabhängigen Prüfung unterzogen worden sei. “Dabei wurden zwar einige Mängel festgestellt, die das Management abstellen muss, es wurden aber keine einschneidenden Probleme beschrieben”, betonte das Unternehmen.

Allerdings war auch damals festgestellt worden, dass Schutzmasken nicht in ausreichender Zahl vorhanden seien, wie ein Firmensprecher einräumte. Auch Überstunden seien als Problem thematisiert worden. Doch sei nicht von erzwungener Mehrarbeit die Rede gewesen.

Der Sprecher betonte, auf Vermittlung von Deichmann habe es nach Bekanntwerden der Vorwürfe bereits ein Treffen zwischen der Gewerkschaft und dem Fabrik-Management gegeben. Dabei habe die Gewerkschaft zehn Forderungen auf den Tisch gelegt, über die man am gleichen Tag noch eine Einigung erzielt habe.

Deichmann ist Europas größter Schuhhändler. 2007 verkaufte das Unternehmen weltweit insgesamt 122 Mio. Paar Schuhe. Dabei legt das Familienunternehmen nach eigenen Angaben großen Wert darauf, seinen unternehmerischen Erfolg mit sozialem Engagement und christlicher Nächstenliebe zu verbinden.

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