AA

Vorschule: SPÖ begrüßt Annäherung der ÖVP

Wien - Die SPÖ begrüßt das Abrücken der ÖVP von ihrer bisherigen Haltung zur Vorschule. Wenig hält Niederwieser jedoch von einem verpflichtenden Vorschuljahrs für Kinder mit Sprachdefiziten.

„Der Druck ist offenbar so groß geworden, dass nun die ÖVP von ihrem sturen Nein zu einer verpflichtenden vorschulischen Ausbildung abrückt“, sagte SPÖ- Bundesgeschäftsführer Kalina. Vizekanzler Molterer hatte im „Neuen Volksblatt“ für verpflichtende Angebote für Kinder mit Sprachdefiziten im Kindergarten plädiert.

„Da sich die Vorschläge von Molterer, Bartenstein und Leitl den von den Sozialdemokraten präsentierten Plan zur raschen Schaffung eines vorschulischen Angebots annähern, ist es möglich, noch heuer im Herbst eine Lösung zu beschließen, die bereits im Schuljahr 2008 zu greifen beginnen kann“, erklärte Kalina. Für die SPÖ kommt es nicht darauf an, wo dieses Angebot stattfinde, das könne im Kindergarten sein oder in der Schule.

Wenig hält SPÖ-Bildungssprecher Niederwieser vom Vorschlag Christoph Leitls eines verpflichtenden Vorschuljahrs für jene mit Sprachdefiziten. Er befürchtet große Schwierigkeiten bei der Auswahl der Kinder, denn das müsse auf einem rechtsstaatlich einwandfreiem Verfahren beruhen.

Unterrichtsministerin Schmied wirbt unterdessen bei den Lehrern für ihr Projekt einer „Neuen Mittelschule“, wie sie die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen nennt. Sie hat zielgruppen- spezifisch Briefe an die verschiedenen Lehrer an Volks-, Haupt- und Sonderschulen, den AHS, die Direktoren sowie Landes- und Bezirksschulinspektoren geschrieben, worin sie um Unterstützung bittet, zur Zusammenarbeit einlädt und die Pädagogen mit der Schulform der „Neuen Mittelschule“ vertrauten machen will, bestätigte man im Büro Schmieds am Samstag auf Anfrage der APA.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Vorschule: SPÖ begrüßt Annäherung der ÖVP
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen