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Vorarlbergs bedeutendste Plakatsammlung online

Schaufenstersteher des Textilunternehmens F. M. Hämmerle, Waldheim-Eberle A.G. (Wien), ca. 1950-1955.
Schaufenstersteher des Textilunternehmens F. M. Hämmerle, Waldheim-Eberle A.G. (Wien), ca. 1950-1955. ©Plakatsammlung Wirtschaftsarchiv Vorarlberg, Signatur: P-00693
Über 1.000 Plakate aus der Sammlung des Wirtschaftsarchivs Vorarlberg stehen ab sofort auf dem Vorarlberger Landesrepositorium (volare) online zur Verfügung.

Damit wird ein beträchtlicher Teil des Sammlungsschwerpunkts „Grafikdesign“ des Wirtschaftsarchivs der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Plakate können nicht nur online betrachtet, sondern auch in höchster Auflösung für den Privatgebrauch heruntergeladen werden. Die Zusammenarbeit des Wirtschaftsarchivs mit der Vorarlberger Landesbibliothek hat die Publikation der Plakatsammlung ermöglicht. „Die Plakate sind sowohl Kunstwerke wie auch ein Stück Zeitgeschichte, sie spiegeln Werte- und Moralvorstellungen unserer Gesellschaft wider“, so der Geschäftsführer des Wirtschaftsarchivs, Dr. Gerhard Siegl.

Kunst- und Zeitgeschichte

Eines der ältesten Plakate der Sammlung wurde vom Bregenzer Skihersteller Bilgeri in Auftrag gegeben und von Carl Kunst in München hergestellt. Es datiert in die 1910er-Jahre. Der zeitliche Schwerpunkt der Sammlung liegt aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1950–2000). Mit dem Jahr 2006 endet die Sammlung – vorerst, denn eine Fortsetzung wird angedacht.

Werbetafel des Skiherstellers Bilgeri-Werk / Carl Kunst, München ; Bilgeri-Werk, Bregenz ©Plakatsammlung Wirtschaftsarchiv Vorarlberg, Karl Kunst, Signatur: P-00015

An erster Stelle stehen Plakate mit Produktwerbung, es befinden sich aber auch zahlreiche Stücke mit kulturellen und politischen Inhalten in der Sammlung. Mit wenigen Ausnahmen sind die bedeutendsten Vorarlberger Grafikerinnen und Grafiker vertreten.

Brennglas auf historische Werte

Plakate sind ein wichtiges Stück Vorarlberger Kulturgut. Sie zeugen von höchster handwerklicher Qualität und Kreativität der hiesigen Grafikerzunft. Das Plakat ist ein auf stärkste optische Wirksamkeit ausgerichtetes Medium persuasiven Charakters. Die zu transportierende Botschaft muss in Sekundenschnelle erkennbar sein. Durch Weglassungen, Überspitzungen, Verkürzungen und Verdichtung erreichen Plakate ihre Wirkung, die nicht selten provokant ist. Sie wirken daher wie ein Brennglas auf historische Werte und Normen, eine Auseinandersetzung mit ihnen ist in vielerlei Hinsicht lohnenswert.

Die dauerhafte Archivierung der Originale im Wirtschaftsarchiv Vorarlberg sowie die digitale Sicherung auf volare stellen sicher, dass dieser Schatz auch in Generationen noch greifbar sein wird.

(VOL.AT)

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