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Vorarlberger zeigt begehbare Klangskulpturen in Berlin

Schwarzach - Ab Freitag ist die Ausstellung "TonRaumSkulptur" des Vorarlberger Künstlers Bernhard Leitner im Berliner Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof geöffnet.  | Homepage

In dem weißen Raum, dem White Cube, sind neun Holzlatten parallel montiert – auf dem Boden, an der Seite und von der Decke hängend. Jede von ihnen trägt acht Lautsprecher. Wer die Latten in der Mitte entlang geht, erlebt Klang plastisch, geht durch eine Tonskulptur. Ab morgen ist die Ausstellung “TonRaumSkulptur” des Vorarlberger Künstlers Bernhard Leitner im Berliner Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof geöffnet.

“Leitner ist einer der großen Figuren in dieser noch jungen Kunst”, sagte der Museumsleiter und Kurator der Ausstellung, Eugen Blume, anlässlich der Präsentation. Der heute 70-jährige ausgebildete Architekt war in den 60er Jahren nach New York gegangen und hatte sich dort der Verbindung von Ton und Raum gewidmet. “Er hatte die Idee vor der technischen Realisierung”, so Blume. Das lässt sich an langen Lochstreifen ablesen, die außerhalb des White Cube in Vitrinen ausgestellt sind. Mit wissenschaftlicher Akribie war Leitner an seine Versuchsanordnungen herangegangen, hatte den Klang fast mathematisch berechnet und zur Reproduktion programmiert.

Der Künstler selbst bezeichnet seine Arbeit als “ästhetische Forschungen”, die dann künstlerisch erarbeitet würden. “Ich sehe mich definitiv nicht in der Musik”, sagt Leitner. “Es ist raumbezogen, wie ausgewählt wird und hat keinen musikalischen Ansatz.” Acht bis neun Module hat Leitner für die Präsentation im White Cube bestimmt. Das erste ist eine Tonspirale, in und mit der man sich zwischen den Holzlatten vorwärtsbewegt. Danach ertönen punktuelle Geräusche, dann Flattertöne mit einer Stimme kombiniert.

“Für diese Wölbung ist ein perkussiver Ton besser als ein gestrichener Celloton”, bemerkte der Künstler bei der Führung durch sein Werk. “Es gibt auch geknetete Räume, wo Posaunen sehr gut sind.” Kurator Blume spricht von “unsichtbaren Skulpturen, die für Auge und Ohr wahrnehmbar sind”. Die Berliner Ausstellung zeige erstmals eine Sammlung des gesamten Ideenfeldes. Außerhalb des White Cube stellen Skizzen und Modelle Leitners Arbeit an modellierbaren Tönen dar, die auf Klanglinien Körper im Raum erzeugen können.

An den Aufzeichnungen wird deutlich, wie sehr es dem Architekten Leitner darum geht, den Ton als Baumaterial zu verwenden, ihn durch Hören, Messen und Überprüfen für die Herstellung von Skulpturen zu verwenden. Eine Kreisrelaisschaltung mit Handkurbel dokumentiert Leitners Streben, mit eigenen Ideen in einer Zeit etwas umzusetzen, als dies technisch noch nicht möglich war. Auf alten Fotos aus den 70er Jahren sind die Latten und die Lautsprecher wieder zu erkennen. Allerdings ist die derzeit ausgestellte Ton-Raum-Skulptur inzwischen mit modernen Steuerungsgeräten ausgestattet.

Bernhard Leitner: “TonRaumSkulptur”, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, 1. 2. bis 24. 3. 2008. Informationen unter www.hamburgerbahnhof.de

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