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Vorarlberger Wirtschaft schraubt Exportzahlen weiter nach oben

LH Wallner und LSth. Rüdisser: Erneuter Beleg für Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft.
LH Wallner und LSth. Rüdisser: Erneuter Beleg für Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. ©VLK
Bregenz - Vorarlbergs Wirtschaft konnte im Außenhandel im ersten Halbjahr 2016 zulegen, teilt die Landesstelle für Statistik auf Basis der verfügbaren vorläufigen Ergebnisse mit. Der Gesamtwert der Exporte stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um 2,7 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Euro. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum um 0,2 Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro zu. Der Handelsbilanzüberschuss von 1,3 Milliarden Euro ist um 10,4 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2015.

Die Kennzahlen sind umso erfreulicher, als mit der Exportwirtschaft sehr viele Arbeitsplätze verknüpft sind, betont Landeshauptmann Markus Wallner. Es lasse sich einmal mehr sehr eindrucksvoll ablesen, dass die heimische Wirtschaft auch unter angespannten konjunkturellen Bedingungen in der Lage ist, sich auf den Weltmärkten gut zu behaupten, führt Wallner aus: “Die Exportwirtschaft ist maßgeblich mitverantwortlich, dass die Vorarlberger Wirtschaft stärker wächst als im Rest Österreichs”. Die erfreulichen Zahlen seien auch ein Beleg für die guten Rahmenbedingungen im Land, betont Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. “Wenn es unseren Unternehmen gelingt, sich auf den internationalen Märkten gegen ausländische Konkurrenz durchzusetzen, ist das auch auf die guten Rahmenbedingungen in Vorarlberg zurückzuführen”, führt Rüdisser aus. Hier werde man von Landesseite engagiert weiterarbeiten.

Zuwächse bei fast allen wesentlichen Handelspartnern

Der größte Teil der Vorarlberger Außenhandelsgeschäfte wird innerhalb der Europäischen Union abgewickelt. Von Jänner bis Juni 2016 wurden Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro (+3 Prozent) in EU-Mitgliedsstaaten verkauft, das sind knapp 60 Prozent des Exportvolumens.  Bei den Einfuhren beträgt der EU-Anteil sogar 65 Prozent. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner Vorarlbergs ist und bleibt Deutschland mit einem Exportvolumen von knapp 1,4 Milliarden Euro und einer Einfuhrsumme von 1,36 Milliarden Euro. Italien ist mit einem Exportvolumen von 267 Millionen Euro bei den Ausfuhren und 189 Millionen Euro bei den Einfuhren der zweitgrößte Handelspartner im EU Raum und nach der Schweiz drittwichtigster Handelspartner. Die weiteren Plätze gehen an Frankreich (191 Millionen Euro bei den Ausfuhren und 97 Millionen Euro bei den Einfuhren) und Polen: Hier wurden Waren und Güter im Werte von 91 Millionen Euro bzw. +25 Prozent eingeführt, bei den Ausfuhren sank der Wert der Waren und Güter von 158 Millionen Euro auf 142 Millionen Euro um 9,9 Prozent.

Gegenläufiger Trend beim Handel mit der Schweiz

Mit 584 Millionen Euro bei den Ausfuhren und 466 Millionen Euro bei den Einfuhren ist die Schweiz der zweitwichtigste Handelspartner der Vorarlberger Export- und Importwirtschaft. Die Ausfuhr ist im 1. Halbjahr um 3,3 Prozent zurückgegangen und die Einfuhren sind im selben Zeitraum um 4,6 Prozent gestiegen. Dies drückte den Handelsbilanzüberschuss von 156 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015 auf 117 Millionen Euro um 25 Prozent. Der Außenhandel mit Liechtenstein legte sowohl bei den  Ausfuhren (173 Millionen Euro bzw. +4,6 Prozent) und bei den Einfuhren (89 Millionen Euro bzw. 20 Prozent) zu.

Asien – China dominiert weiterhin bei den Einfuhren

Die Wirtschaftsregion Asien ist mit 401 Millionen Euro (-11,6 Prozent) bei den Ausfuhren und 467 Millionen Euro (-8,9 Prozent) bei den Einfuhren die drittstärkste Region. Während im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch deutliche Umsatzsteigerungen zu verbuchen waren, ist die Entwicklung im 1. Halbjahr 2016 rückläufig. Asien ist die einzige Region in der die Handelsbilanz negativ ist.  Während sich die Ausfuhren auf viele Bestimmungsländer verteilen und der Anteil Chinas nur 23 Prozent ausmacht, dominiert bei den asiatischen Einfuhren China mit einem Anteil von 65 Prozent. China ist der viertbedeutendste  Handelspartner Vorarlbergs mit 92 Millionen Euro bei den Ausfuhren und 305 Millionen Euro bei den Einfuhren.  Das Handelsbilanzdefizit beträgt 213 Millionen Euro.

Erfreuliche Handelsbilanz mit Nordamerika

Mit 306 Millionen Euro (+12,5 Prozent) bei den Ausfuhren und nur 31 Millionen Euro (-3,4 Prozent) bei den Einfuhren ist die Handelsbilanz mit der Region USA und Kanada mit einem Überschuss von 275 Millionen Euro höchst erfreulich. Der Ausbruch der Ukraine-Krise und die EU Sanktionen wirkten sich deutlich auf die Handelsbeziehungen mit den GUS-Staaten aus. Die Exporte sanken im 1. Halbjahr 2015 um 36 Prozent auf 63 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2016 war ein Anstieg um 14,7 Prozent auf 72 Millionen Euro zu beobachten. Der Handelsbilanzüberschuss  mit der Russischen Föderation ist von 49 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2015 auf 52 Millionen Euro angestiegen.

Die größte Exportgruppe nach Waren sind die Eisen- und Metallwaren (1,3 Milliarden Euro). Dazu gehören insbesondere Beschläge, Rohre und Profile aus Eisen, Stahl und Aluminium sowie Behälter. Platz 2 geht an die Kessel- und Maschinenindustrie (gut eine Milliarde Euro),  gefolgt von Produkten aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie (445 Millionen Euro).

IV: Positiver Auftakt mit „Marke Vorarlberg“ und Exporthoch

Als „sehr positives Signal“ wertet Martin Ohneberg, Präsident der IV-Vorarlberg, den heute von Landeshauptmann Markus Wallner angekündigten Startschuss für einen Markenbildungsprozess für Vorarlberg. „Die Marke Vorarlberg nach Innen und Außen zu schärfen ist eine wesentliche Maßnahme unserer vor einem Jahr präsentierten Industriestrategie. Es freut mich im Sinne des Standorts, wenn der Handlungsbedarf erkannt wurde und die Umsetzung der Maßnahmen mehr und mehr Fahrt aufnimmt“, so Ohneberg. Neben der nach innen gerichteten Diskussion, was der Markenkern Vorarlbergs heute ist und zukünftig sein sollte, sei es wichtig, das Image Vorarlbergs als attraktiver, wachsender, erfolgreicher und sicherer Lebensraum für Unternehmer und Beschäftigte noch stärker zu kommunizieren.

Exporthoch nicht mit Retro-Ideen gefährden

Ebenso erfreut zeigt sich Ohneberg über die heute kommunizierten Vorarlberger Exportzahlen im ersten Halbjahr 2016: „Unsere Betriebe haben sich trotz globaler politischer Unsicherheiten in einigen wichtigen Absatzmärkten im letzten Jahr hervorragend geschlagen. Auch für 2017 zeichnet sich ein positiver Konjunkturausblick ab“. Vor diesem Hintergrund vollkommen kontraproduktiv und realitätsfern sieht Ohneberg politische Ankündigungen wie jene über die Weihnachtstage von Sozialminister Stöger über Arbeitszeitverkürzungen und 36-Stunden-Wochen bei vollem Lohnausgleich: „Es ist standortpolitisch unverantwortlich, in Zeiten eines härteren internationalen Wettbewerbs die Wirtschaft zu belasten statt sie zu entlasten. Wir können uns glücklich schätzen, dass auch der höchste Gewerkschafter unserer Landes, Norbert Loacker, und unser Landeshauptmann dieser Retropolitik des Sozialministers nichts abgewinnen können“, so Ohneberg.

(VLK/IV)

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