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Sozialistische Jugend Vorarlberg: "Es wird gegen Putin mobilgemacht"

Aufregung um SJ-Veranstaltung
Aufregung um SJ-Veranstaltung ©VOL.AT ; APA
Eine Veranstaltung der Sozialistischen Jugend Vorarlberg sorgt für Aufregung.

Die "Sozialistische Jugend Vorarlberg" (SJ) lädt am Karsamstag zu einer Veranstaltung unter dem Titel "Ukraine: Gegen Krieg und Imperialismus - für Internationalismus und Revolution!".

So weit, so ungewöhnlich. Der Text, mit dem die SPÖ-nahe Sozialistische-Jugend ihre Veranstaltung bewirbt, sorgt allerdings für Aufregung. So wirft die SJ dem "Westen" vor, dass man gegen Putin mobilmachen würde um die "sogenannten" demokratischen Werte zu verteidigen. Dem Westen wird von der SJ in diesem Zusammenhang auch Propaganda-Mache vorgeworfen.

Kein gutes Wort finden die Jung-Sozialisten für die Ukrainische Regierung: Diese sei ein reaktionäres Regime, das die Bewegung der Arbeiter und Jugend unterdrücke und sich auf faschistische Banden stütze, heißt es.

Die Veranstaltungsbeschreibung in voller Länge:

Krieg, Aufrüstung, Inflation. Der Schrecken nimmt kein Ende. Putin und seine Oligarchenclique versuchen sich mit einem Angriffskrieg verlorenes Terrain zurückholen und ihren geopolitischen Einfluss sichern. Die verhängten Sanktionen kosten sie höchstens ihr Spielzeug, während sie an Öl und Gas mehr verdienen denn je. Der Westen steckt Milliarden in die Rüstung. Milliarden, die für das Sozialsystem oder Bildung angeblich nie da waren. Bis zum letzten Ukrainischen Soldaten ist der Westen bereit seinen Einfluss in der Ukraine zu verteidigen. Hier im Westen prasselt von allen Seiten Propaganda auf uns ein: Um die sogenannten demokratischen Werte des Westens zu verteidigen wird gegen Putin mobilgemacht, werden russische Medien zensiert und der Ukrainische Nationalstaat gefeiert. Dabei ist die Ukrainische Regierung kein Unschuldslamm, sondern ein reaktionäres Regime, das die Bewegung der Arbeiter und Jugend unterdrückt und sich auf faschistische Banden stützt. Keine der kriegsführenden Parteien vertritt unsere Interessen – also die der Arbeiter und Jugend. Sie haben hier wie dort nichts zu gewinnen, müssen aber trotzdem bezahlen für die Profite der Kapitalisten – manche mit ihrem Leben, andere an den Zapfsäulen, mit Stromrechnungen und dem Aushöhlen des Sozialsystems. Der Krieg und die Teuerung sind beide das Ergebnis eines Systems, das uns nichts mehr als Leid zu bieten hat. Der Kapitalismus als Ganzes ist eine Bedrohung für die Menschheit und die Kapitalisten gehören bekämpft! Gegen den Krieg der Völker Für den Kampf der Klassen!

Kritik von den Jungen Neos

Auf Twitter sorgt die Veranstaltung schon für Unmut. "Putin gefällt das" wirft JUNOS-Vorsitzende Fabienne Lackner (Neos) der SJ Propaganda-Mache für Putin vor.

(red)

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