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Vorarlberger Sparkassen steigerten EGT und Betriebsergebnis

Die Vorarlberger Sparkassen haben ein bilanztechnisch erfolgreiches Jahr 2014 hinter sich. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erreichte dank niedriger Risikokosten einen Höchststand von 30,4 Mio. Euro (2013: 21,0 Mio.).

Beim operativen Betriebsergebnis gelang eine Steigerung von 27,8 Mio. auf 36,5 Mio. Euro, informierte Gruppensprecher Werner Böhler am Freitag per Aussendung.

Historisch niedrige Zinsen

Das operative Betriebsergebnis habe auch im Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2012 – 2013 hatte sich ein Sondereffekt negativ ausgewirkt – trotz des herausfordernden Umfelds mit dem historisch niedrigen Zinsniveau deutlich verbessert werden können, so Böhler. Vor zwei Jahren waren rund 30 Mio. Euro zu Buche gestanden.

576,6 Mio. Euro Neukredite

2014 verwalteten die Vorarlberger Sparkassen 4,35 Mrd. Euro an Kundengeldern, um 1,7 Prozent mehr als 2013. Die Primärmittel wuchsen um 2,1 Prozent auf 3,36 Mrd. Euro an, die Bauspareinlagen nahmen um 4,5 Prozent zu. Auch mit der Entwicklung des Kreditvolumens zeigten sich die Sparkassen zufrieden. Der Kreditbestand erhöhte sich um 77,7 Mio. Euro (plus 2,2 Prozent) auf 3,60 Mrd. Euro, Haupttreiber dafür war der private Wohnbau. An Neukrediten wurden 578,6 Mio. Euro vergeben, um rund 66 Mio. Euro mehr als 2013. Das Fremdwährungskredit-Volumen sank um 12,5 Prozent von 1,12 Mrd. auf 978,7 Mio. Euro.

Verschärfte gesetzliche Vorschriften

Die Eigenkapitalquote der Sparkassen lag 2014 bei 19,9 Prozent (2013: 22,1), die Kernkapitalquote belief sich auf 18,6 Prozent (2013: 20,3). Die im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnenden Rückgänge seien zu einem Großteil auf verschärfte gesetzliche Vorschriften zurückzuführen, sagte Böhler. Den Fonds für Allgemeine Bankrisiken sowie die freiwillige Unterbewertung habe man von 51,7 Mio. Euro auf 66,6 Mio. Euro aufgestockt.

Einsparung bei Personal- und Sachkosten

Wie bereits in den Jahren davor beklagte Böhler die für regionale Banken und Sparkassen überzogenen Vorschriften und Auflagen. Der dadurch erzeugte Kostendruck habe Einsparungen bei Personal- und Sachkosten nötig gemacht. Im Vorjahr beschäftigen die Vorarlberger Sparkassen 851 Mitarbeiter.

Für das heurige Jahr hoffte Böhler auf positive Impulse durch einen schwächeren Euro und günstigere Rohstoffpreise. Die internationale Ausrichtung und gute Diversifikation der Vorarlberger Wirtschaft dürften Vorteile im Vergleich zu anderen Bundesländern schaffen. (APA)

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