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Vorarlberger Solaranlagen leiden unter US-Schutzzöllen

Die US-Schutzzölle haben direkte Auswirkungen auf den Vorarlberger Solarhersteller Aerocompact.
Die US-Schutzzölle haben direkte Auswirkungen auf den Vorarlberger Solarhersteller Aerocompact. ©Aerocompact/SST Solar
Die USA erheben nun Schutzzölle auf Solarmodule und Waschmaschinen, um die eigene Industrie vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. Davon direkt betroffen ist auch ein Vorarlberger Unternehmen.

Mit Februar erheben die USA einen Schutzzoll von 30 Prozent auf Solarmodule, um den eigenen Herstellern Konkurrenz vom Hals zu halten. Die Protektionsmaßnahme gilt für vier Jahre und soll jedes Jahr um 5 Pozent von 30 auf 15 sinken, bevor sie ganz auslaufen. Davon direkt betroffen: Aerocompact in Satteins.

Vorarlberger Solaranlagen in den USA

“Die ab Februar geltenden Schutzzölle für Solarmodule von 30 Prozent stellen natürlich eine Herausforderung für das zukünftige Wachstum der Solarbranche in den USA dar”, bestätigt Geschäftsführer Mathias Muther. Aerocompact ist mit zwei Warenlager und drei Büros in den Vereinigten Staaten vertreten.

Verzögertes Wachstum

Das Vorarlberger Unternehmen rechnet nun durch die Schutzzölle mit einem verlangsamten Wachstum des Marktes. Gleichzeitig habe die Branche im Vergleich zu Europa aber noch Spielraum bei Systempreisen, so dass die Mehrkosten schrittweise ausgeglichen werden könnten. Hinzu kommen vergleichsweise gute Förderungen von bis zu 50 Prozent für Solarprojekte auf Industriedächern. “Von Förderungen in dieser Höhe können wir in Europa nur träumen”, räumt Muther ein.

Produzenten bleiben auf Schutzzoll sitzen

Die Schutzzölle haben dennoch direkte Auswirkungen auf die Vorarlberger. “Es wird definitiv die Konkurrenzsituation verschärfen und eine Konsolidierung des Marktes stattfinden”, rechnet Muther mit Einschneidungen. “Die Produzenten und Anbieter werden die Mehrpreise schlucken müssen, da die Kunden nicht bereit sind, mehr für eine Solaranlage zu zahlen.”

Produktion in den USA wird attraktiver

Vor allem bei großen, eng kalkulierten Solarprojekten müsse man mit Rückgängen rechnen. Daher werde man sich nun auch verstärkt um die Märkte Kanada und Südamerika bemühen. Eine geplante Personalaufstockung von 10 auf 15 Mitarbeitern in den USA legt Aerocompact voerst nun auf Eis. Und auch der Aufbau einer Produktionskette innerhalb der USA werde nun durch die Schutzzölle und der allgemeinen Wechselkursentwicklung interessanter für die Satteinser.

Wirtschaftskammer für Freihandel

“US-Präsident Donald Trump beunruhigt mit der Einführung von Schutzzöllen für Importe von Waschmaschinen und Solaranlagen Handelspartner auf der ganzen Welt”, zeigt sich Christina Marent, Leiterin der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, wenig begeistert. “Für uns als stark exportorientiertes Bundesland ist es aber wichtig, dass die gute Performance der heimischen Exportwirtschaft auch in Zukunft durch gute Rahmenbedingungen und ein wirtschaftsfreundliches Umfeld abgesichert wird.”

Dazu gehöre insbesondere auch ein klares Bekenntnis zu Freihandel und offenen Märkten. Marent befürchtet das Risiko einer weiteren Eskalation mit weiteren protektionistischen Maßnahmen. Dieser würde durchaus negative wirtschaftliche Folgen für Europa und Vorarlberg mit sich bringen.

 

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