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Vorarlberger Privatkonkurse im normalen Bereich

So viele Privatinsolvenzen gab es 2019.
So viele Privatinsolvenzen gab es 2019. ©Steurer/Pixabay
Hochrechnung 2019: Die Auswirkungen der Gesetzesnovelle im November 2017 dämmen sich nun ein.

In Vorarlberg gibt es im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 21,7 Prozent an Privatinsolvenzen zu verzeichnen. Die Gesetzesnovelle im November 2017 sorgte jedoch für Disharmonie in den Insolvenzaufzeichnungen, da im Jahr 2017 Insolvenzanträge zurückgehalten wurden und der Nachholeffekt im Jahr 2018 deutlich spürbar war. 2019 zeigt, dass sich die diesjährigen Zahlen im Vergleich zum Mittelwert aus 2017/2018 im Normalbereich befinden.

Insgesamt ist die Zahl der Privatkonkurse in Österreich um 5,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gesunken. Gegenüber dem Vorjahr wurden 2019 in Vorarlberg um 122 Fälle weniger eröffnet – das entspricht einem Minus von 21,7 Prozent. Ein Blick auf den Mittelwert 2017/2018 verrät jedoch, dass sich 2019 im Normalbereich von circa 442 Privatkonkursen pro Jahr bewegt. Für die Vorarlberger Bezirksgerichte bedeutet dies, dass pro Tag circa 2 Privatkonkurse eröffnet werden.

Durchschnittliche Schuldenhöhe im fünfstelligen Bereich

Die meisten Privatkonkurse werden im Bezirk Bregenz und Feldkirch eröffnet. Die durchschnittliche Schuldenhöhe eines Vorarlbergers liegt bei rund 93.000 Euro. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Schulden echter Privater (unselbständig Beschäftigte, Konsumenten) knapp über 73.000 Euro ausmachen, die der ehemals selbständigen Unternehmern rund 170.000 Euro.

Die Gesetzesänderungen fanden in der Praxis gut Fuß

Nicht nur die zehnprozentige Mindestquote wurde abgeschafft, auch eine Verkürzung der Abschöpfung von Einkommen über dem Existenzminimum von ursprünglich 7 auf nun 5 Jahre brachte die Gesetzesänderung mit sich. „Durch den Wegfall der Mindestquote nehmen wir wahr, dass die Schuldner scheinbar schneller reagieren und mit weniger Vorbehalt oder weniger zeitlicher Verzögerungen in dieses Verfahren gehen“, so Regina Nesensohn, Leiterin KSV1870 Feldkirch.

Ausblick für das Jahr 2020

Der KSV1870 rechnet für 2020 mit keinem besonderen Zuwachs an Privatkonkursen. Vielmehr ist mit einem Insolvenzgeschehen auf etwas gleichem Niveau zu rechnen.

(Red.)

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