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Vorarlberger Industrie: Stabile Konjunktur, aber getrübte Aussichten

Burtscher, Ohneberg, Amann
Burtscher, Ohneberg, Amann ©IV
Der Geschäftsklimaindex der Vorarlberger Industrie zeigt einen leichten Rückgang.

39 Vorarlberger Unternehmen mit über 25.000 Beschäftigten haben sich an der aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg und der Sparte Industrie der WKV im zweiten Quartal 2019 beteiligt.

Der Geschäftsklimaindex der Vorarlberger Industrie – also der Mittelwert der Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage und jener in sechs Monaten – zeigt einen Rückgang von 33,20 auf 30,90.

Geschäftsklimaindex

Während die aktuelle Geschäftslage auf fast dem gleichen Niveau wie im vergangenen Quartal liegt, überwiegen die negativen Einschätzungen der Betriebe zur Geschäftslage in sechs Monaten gegenüber den positiven Einschätzungen. Die aktuelle Geschäftslage wird von 69 Prozent der befragten Unternehmen als gut bezeichnet, nur fünf Prozent sehen aktuell eine schlechte Geschäftslage, in sechs Monaten sind es schon elf Prozent. Die Einschätzung der derzeitigen Auftragsbestände und Auslandsaufträge wird zwar von niemandem schlecht eingeschätzt, allerdings war das Bild schon deutlich positiver und knapp zwei Drittel der Betriebe beurteilen diese als durchschnittlich.

IV blickt auf Wahlen

IV-Vorarlberg Präsident Martin Ohneberg sieht angesichts der etwas verhaltenen Aussichten in den anstehenden Nationalrats- und Landtagswahlen eine Chance für einen standortpolitischen Impuls, der die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen kann.

Auf Bundesebene sei die von der vorherigen Bundesregierung vorgelegte Steuerreform ein Schritt in die richtige Richtung gewesen.

Kinderbetreuung als zukunftsweisendes Thema

Eine positive Tendenz hält beim Mitarbeiterstand in der Vorarlberger Industrie an. 36 Prozent der Betriebe möchten ihren Mitarbeiterstand in drei Monaten erhöhen, nur 5 Prozent planen mit weniger Mitarbeitern. Ohneberg: „Es gibt zwar große Unterschiede zwischen den Betrieben, doch das Finden von geeigneten Fachkräften ist nach wie vor für die meisten Betriebe eine große Herausforderung und entscheidend für den gemeinsamen Erfolg.“

In einer Sonderauswertung der aktuellen Konjunkturumfrage wurden alle Betriebe zur Wichtigkeit einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung der öffentlichen Hand (Land, Gemeinden) befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Über 90 Prozent der befragten Betriebe sehen dies als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ an.

Die Branchenergebnisse im Detail

  • Die in Vorarlberg starke Maschinen- und Metallindustrie hat diesmal nicht die besten Konjunkturwerte. Während die aktuelle Geschäftslage von drei Vierteln der Betriebe derzeit noch gut eingeschätzt wird, wird die Geschäftslage in sechs Monaten am negativsten eingeschätzt (12 Prozent sehen eine schlechtere Konjunktur). „Positiv bleibt, dass in dieser Branche nach wie vor stark nach neuen Mitarbeitern gesucht wird – über die Hälfte der Unternehmen planen den Mitarbeiterstand zu erhöhen. Negativ hervorzuheben ist jedoch, dass die Ertragssituation in sechs Monaten im Branchenvergleich am schlechtesten ausfällt“, so Mathias Burtscher, Geschäftsführer der IV-Vorarlberg.
  • Die positivsten Werte kommen aktuell aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Die aktuelle Geschäftslage wird nahezu von allen (97 Prozent) als gut bezeichnet. Zwei Drittel der Betriebe sehen auch den derzeitigen Auftragsbestand und die Auslandsaufträge positiv. Die Folge sind deutlich gestiegene Bemühungen um zusätzliche Fachkräfte, über die Hälfte der Betriebe plant den Beschäftigtenstand in den nächsten drei Monaten zu erhöhen.
  • Bei der Textilindustrie gibt es bei einigen Betrieben einen anhaltenden Druck was den Mitarbeiterstand in drei Monaten betrifft. „Die Geschäftslage, der Auftragsbestand und die Auslandsaufträge werden von den meisten als durchschnittlich bezeichnet. Allerdings war die Einschätzung zur Ertragssituation in sechs Monaten zuletzt deutlich positiver“, so Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
  • Aus der Elektro- und Elektronikindustrie sind überwiegend positive Signale zu vernehmen, wenn auch etwas schlechter als im letzten Quartal. Die Branche zeigt sich verhältnismäßig robust, kein Unternehmen gibt eine negative Einschätzung ab, sondern sieht eine gute oder durchschnittliche Entwicklung. Deutlich am positivsten schätzen die Betriebe die Geschäftslage in sechs Monaten ein. 81 Prozent sehen eine positive Entwicklung, 19 Prozent eine durchschnittliche. Die allermeisten Betriebe (96 Prozent) möchten ihren Mitarbeiterstand in drei Monaten halten, nur 4 Prozent planen eine Erhöhung.
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