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Vorarlberger inatura sucht nach Kleinsäugern

Die inatura bittet um Hilfe.
Die inatura bittet um Hilfe. ©Canva
Das Vorarlberger Naturdokumentationszentrum inatura ruft dazu auf, Beobachtungen von Kleinsäugern, besonders von Gartenschläfern, zu melden.

Im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts mit dem Institut für Wildtierbiologie apodemus sollen Wissenslücken über die Verbreitung von Igel, Haselmaus und Co. geschlossen werden.

"Maus ist nicht gleich Maus"

Mit Unterstützung der Bevölkerung wollen die Forscher neue Vorkommenspunkte der Arten entdecken, zudem soll die Bekanntheit der Tiergruppe erhöht werden, denn es gelte: "Maus ist nicht gleich Maus". Dazu soll es in den nächsten beiden Jahren Workshops, Naturführungen und Mitmachaktionen geben. "Viele Kleinsäugetiere sind bekannt dafür, dass sie ein sehr verstecktes Leben führen und es vermeiden, sich in der Nähe von Menschen aufzuhalten. Dies führt dazu, dass über ihre Verbreitung kaum etwas bekannt ist", so inatura-Forschungsleiterin Anette Herburger.

Forschende könnten unmöglich das ganze Gebiet abdecken, deshalb sei man auf die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Unter laendlemaus.at können Naturinteressierte Beobachtungen von lgel, Maus, Maulwurf, Siebenschläfer und Eichhörnchen melden. Von besonderen Interesse für die Forschung ist der Gartenschläfer, neben Siebenschläfer und Haselmaus eine der drei Bilcharten Vorarlbergs. Alle drei sind erst in der Dunkelheit aktiv. Der Gartenschläfer hat eine markante schwarze Kopfzeichnung, eine Quaste am Schwanz, große Ohren und rotbraunes Rückenfell.

Gartenschläfer "potenziell gefährdet"

Für ihn tragen Vorarlberg und Tirol laut inatura eine besondere Verantwortung, weil die Bundesländer den östlichsten Rand seiner Verbreitung im Alpenraum bilden. In der Roten Liste der Säugetiere Vorarlbergs wurde der Gartenschläfer als "potenziell gefährdet" eingestuft. Im Alpenraum lebt der gute Kletterer in Wäldern mit steinigem Untergrund in einer Höhenlage von 800 bis 1.600 Meter. Ab Oktober hält er Winterschlaf bis zum Frühjahr.

(APA)

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