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Vorarlberger Finanzberater betrog 30 Kunden um 2,5 Mio. Euro

57-jährige mutmaßlicher Betrüger sitzt nun in Untersuchungshaft.
57-jährige mutmaßlicher Betrüger sitzt nun in Untersuchungshaft. ©VOL.AT
Feldkirch - Mindestens 30 Anleger um 2,5 Millionen Euro betrogen. Verdächtiger in Spital verhaftet.

Feldkirch. Erst vor wenigen Wochen wurde ein Millionenbetrug eines 56-jährigen Hohenemser Vermögensberaters aufgedeckt. Die Anleger wussten von nichts und waren fassungslos. Nun wurde erneut ein Finanzberater seiner kriminellen Machenschaften überführt: Ein 57-jähriger Vorarlberger veruntreute 2,5 Millionen Euro – das Geld von rund 30 Anlegern.

Kein Geld auf dem Konto

Aufgeflogen waren die illegalen Geschäfte Anfang Mai. Einer seiner Kunden wollte ein Depot von einer Bank in der Steiermark zur Hausbank in Vorarlberg verlegen lassen. Doch da war nichts. Das Geldinstitut teilte dem Anleger mit, dass kein Geld da sei. Also wandte er sich verzweifelt an den Hauptsitz der AWD. Der selbstständige Finanzberater wurde daraufhin von der AWD zu einer Stellungnahme aufgefordert. Per E-Mail gestand er die Veruntreuungen und legte alle Unterlagen offen. Noch am selben Tag informierte AWD sämtliche potenziell geschädigten Kunden. Ob der Oberländer oder AWD für die Verluste haften, ist noch unklar, ebenso wie die Frage, ob die Staatsanwaltschaft Feldkirch oder Innsbruck für den Fall verantwortlich sein wird.

Jahrelang unentdeckt

Es erscheint fast unglaublich, wie lange der Mann mit seinen betrügerischen Machenschaften unentdeckt blieb. Die kriminellen Geschäfte sollen bereits bis ins Jahr 2000 zurückreichen.

Kurz nachdem die Veruntreuungen aufgeflogen waren, prallte er mit seinem Pkw in Koblach gegen einen Baum an der L 62. Er zog sich dabei Verletzungen zu und musste ins Spital eingeliefert werden. Dort wurde er dann von den Fahndern verhaftet. Derzeit sitzt er in der Justiz­anstalt Feldkirch in Untersuchungshaft. Beim Verhör durch die Kriminalbeamten des LKA legte der 57-Jährige bereits ein Geständnis ab.

„Schwarze Schafe“

Der Sprecher der Vorarlberger Finanzdienstleister, Markus Salzgeber, meinte zu dem neuen Fall gegenüber den VN: „Die ganze Branche erleidet wieder einen großen Imageschaden. Die vielen Finanzdienstleister, die ihre Arbeit mit Herz und Seele für die Kunden machen, sind gegen einzelne schwarze Schafe machtlos.“

Den Banken mache er keinen Vorwurf, sagt Salzgeber. Zwar sei die Frage zu stellen, warum diese Unregelmäßigkeiten so lange Zeit hindurch nicht aufgeflogen seien. Andererseits sei es sehr schwierig, professionell agierenden Betrügern auf die Schliche zu kommen. Das Fälschen von Unterschriften und Belegen – wie es vermutlich im vorliegenden Fall geschehen ist – stelle heutzutage kein Problem mehr dar.

Stichwort AWD

Die AWD Holding AG mit Sitz in Hannover ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Schweizer Versicherungsunternehmens Swiss Life. AWD steht für „Allgemeiner Wirtschaftsdienst“. Der als Strukturvertrieb organisierte Unternehmen vermittelt durch seine Handelsvertreter, die auf Provisionsbasis arbeiten, hauptsächlich Produkte aus den Bereichen Kapitalanlagen und Pensionsvorsorge für die Zielgruppe der privaten Haushalte.

Am 2. Mai gegen Baum gekracht

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