Vorarlberger überlebt Heli-Unglück in Spanien

Nenzing – Alexander Kaiser aus Nenzing kam bei Absturz glimpflich davon.
Österreicher überlebten Hubschrauberabsturz
Bilder vom Absturzort

Hunderte Hubschrauberflüge hat der Kameramann und Filmproduzent Alexander Kaiser schon hinter sich. Nie ist etwas passiert. Bis zum Sonntag. Den Tag nach seinem 48. Geburtstag wird der Nenzinger sicher nie vergessen. „Wir hatten einfach unglaubliches Glück im Unglück“, sagt er zum Absturz-Drama, das sich in der südspanischen Kleinstadt El Puerto de la Santa Maria unweit von Cádiz ereignet hat.

Zusammen mit einem erfahrenen Piloten und dem Regisseur Ingo Müller war Alexander Kaiser per Jet-Ranger von Jerez nach Malaga unterwegs. Auf dem Tagesprogramm standen verschiedene Flugaufnahmen von der Küstenlandschaft für ein touristisches Großprojekt. „Wir hätten noch zwei Positionen filmen müssen“, erzählt Alexander Kaiser. In etwa 400 Meter Höhe kam es dabei am Helikopter unversehens zu einem technischen Defekt, vermutlich am Heckrotor. „Der Helikopter geriet ins Kreiseln, drehte sich nur noch um die eigene Achse und sackte schnell ab. Der Pilot hat alles versucht, die Maschine abzufangen, aber ohne Erfolg“, schildert Alexander Kaiser die dramatischen Sekunden und gibt sich gefasst. „Das Gefühl, dass jetzt alles vorbei ist, kam nicht auf. Man hofft, dass alles doch irgendwie noch gut ausgeht.“

Und tatsächlich: Der Absturz ging für die drei Männer an Bord noch vergleichsweise glimpflich aus. Der Helikopter schrammte zunächst ein niedriges Gebäude neben der Kirche und stürzte dann auf eine Straße in der Altstadt. Alexander Kaiser, bis auf Schürfwunden und Prellungen nahezu unverletzt, konnte sich selber aus dem Hubschrauberwrack befreien. Zusammen mit Passanten zerrte er den Piloten – der ebenfalls mit leichten Blessuren davonkam – und den Regisseur aus der Unglücksmaschine. „Ingo Müller hat es schwerer erwischt“, sagt Alexander Kaiser, der gestern wieder nach Vorarlberg zurückgekehrt ist. Er hält telefonisch Kontakt mit der Familie seines Freundes, der infolge innerer Verletzungen noch immer in der Intensivstation des spanischen Kreiskrankenhauses liegt. „Hoffentlich erholt er sich rasch von seinen Verletzungen.“

VN

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