Vorarlberg-Wahl: SPÖ setzt im Wahlkampf auch auf Frauenthemen

SPÖ-Landesfrauenvorsitzende fordert Mindestlohn von 1.500 Euro.
SPÖ-Landesfrauenvorsitzende fordert Mindestlohn von 1.500 Euro. ©VMH
Die SPÖ will bei der Vorarlberger Landtagswahl am 21. September auch mit frauenpolitischen Themen punkten. In Vorarlberg brauche es in punkto Gleichstellung noch viele Anstrengungen, betonte die SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Olga Pircher in einer Aussendung. Konkret schlägt Pircher etwa einen Mindestlohn von 1.500 Euro vor, der würde vor allem Frauen zu Gute kommen.


Vorarlberg weise im Bundesvergleich nach wie vor die höchsten Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen auf. Das mittlere Jahreseinkommen einer ganzjährig beschäftigten Frau liege um 28 Prozent unter jenem eines Mannes, betonte die SPÖ-Frauenvorsitzende. Diese großen Einkommensunterschiede hingen auch damit zusammen, dass Frauen den überwiegenden Anteil an nicht bezahlter Arbeit übernähmen und häufig nur in Teilzeit arbeiteten. Dazu kämen die Mängel in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zu Verbesserung der Situation von Frauen forderte die Sozialdemokratin deshalb neben der Einführung eines Mindestlohns den Ausbau der Kinderbetreuung und eine Verbesserung der Anrechnung von Kindererziehungszeiten auf die Pension.

Kinderbetreuung massiv verbessern

Die Betreuung müsse vor allem für unter Dreijährige massiv verbessert werden, so Pircher. Zudem fehlten derzeit Kindergartenplätze mit ganztägigen Angeboten und einem Mittagstisch. Auch die Sommeröffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen müssten ließen zu wünschen übrig. Mit 48 Schließtagen liege Vorarlberg deutlich über dem Bundesschnitt von 28 Tagen. Mit den Urlauben der Eltern lasse sich das nur schwer vereinbaren, zeigte sich die Frauenpolitikerin überzeugt und wiederholte zudem die sozialdemokratische Forderung nach einem beitragsfreien Kindergarten für Kinder bis sechs Jahren.

Von einer Senkung des Eingangssteuersatzes von 36,5 auf 25 Prozent für Jahreseinkommen zwischen 11.000 und 16.000 Euro würden 60 Prozent der berufstätigen Frauen profitieren, denn so viele Frauen würden nicht mehr verdienen.

(APA)

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