Vorarlberg-Wahl: Letztes Buhlen um Wählerstimmen

Am Samstag suchten noch einmal alle Parteien Kontakt zu ihren Wählern.
Am Samstag suchten noch einmal alle Parteien Kontakt zu ihren Wählern. ©VOL.AT/Steurer/Stiplovsek
Schwarzach - Ein letztes Mal schwirrten am Samstag die Kandidaten und Parteimitarbeiter auf diverse Märkte in Vorarlberg aus, um die Wähler von einem Kreuz für ihre Partei zu überzeugen. Am Sonntag sind 267.104 Personen zur Landtagswahl gerufen. Die letzten Wahllokale schließen erstmals bereits um 13 Uhr.


Fünf Mal gefaltet, ausgebreitet 49,5 Zentimeter breit und 42 Zentimeter hoch. So groß ist dieses Mal der amtliche Stimmzettel für die Vorarlberger Landtagswahl am Sonntag. Bis zu 24 Kandidaten pro Partei finden darauf Platz, was die vier schon im Landtag vertretenen Parteien ÖVP, FPÖ, Grüne und SPÖ sowie die NEOS auch ausnützen. Der Personalstand der vier Kleinparteien, die zur Wahl antreten, ist ganz offensichtlich geringer: Im Wahlbezirk Bregenz bieten die Piratenpartei und die Christliche Partei Östereichs gerade einmal drei Kandidaten auf, die Männerpartei fünf, “Wir – Plattform für Familien” immerhin 22.

Es geht um die “Absolute” der ÖVP

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In Vorarlberg steht vor allem die Frage im Vordergrund, ob Landeshauptmann Markus Wallner, der zum ersten Mal als Spitzenkandidat antritt, die absolute Mandatsmehrheit der ÖVP halten kann. Die “Vorarlberger Nachrichten” riefen im Aufmacher ihrer Samstag-Ausgabe den Urnengang zur “historischen Wahl” aus. Im Blattinnern werden die Spitzenkandidaten nochmals in Form eines Wort-Raps porträtiert.

FPÖSamstagPhil-600

Auf die Frage nach ihrem “größten Fehler” stehen Wallner und auch Dieter Egger (F) zu ihrer Ungeduld, SPÖ-Spitzenkandidat Michael Ritsch findet die Frage “zu privat”, und Johannes Rauch (Grüne) bedauert, “mit 18 keine Rockband gegründet zu haben.”

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Stimmungstest für die Bundes-Koalition

Dem Rest Österreichs dürften derlei Befindlichkeiten egal sein. Die Vorarlberg-Wahl wird von Kommentatoren allerdings als erster Stimmungstest für die vor wenigen Wochen personell umgestellte Koalition auf Bundesebene gesehen, auch als Nagelprobe für die NEOS und ihren aus Vorarlberg stammenden Parteichef wird der Urnengang betrachtet.

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(APA)

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