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Vorarlberg: Wärmster April seit über 200 Jahren

Acuh in Vorarlberg zeigte sich der April von seiner besten Seite.
Acuh in Vorarlberg zeigte sich der April von seiner besten Seite. ©Steurer
Nach Angaben des Wetterdienstes Ubimet geht der April 2018 mit einer Temperaturabweichung von rund +4,8 Grad als wärmster April seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichungen in die meteorologischen Geschichtsbücher ein.
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Dabei wurde der bisherige Spitzenreiter, der April 2007, um Längen geschlagen. Neben den viel zu hohen Temperaturen war auch die anhaltende extreme Trockeit vor allem nördlich der Alpen markant. Den stabilen Föhn- und Hochdrucklagen sei Dank machte die Sonne zudem in ganz Österreich zahlreiche Überstunden.

Sommer im April

Der April 2018 erschien den meisten Menschen wie ein vorgezogener Sommermonat, zahlreiche Sommertage und viel Sonnenschein prägten die vergangenen Wochen. „Über das gesamte Land gemittelt fiel der April gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 um rund 4,8 Grad zu warm aus“, sagt UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. „Damit lässt der heurige April den bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 2007 deutlich hinter sich, dieser fiel 3,7 Grad zu warm aus.“ Seit Beginn der flächendeckenden

Temperaturaufzeichungen in Österreich 1848 war somit kein April wärmer als der diesjährige. In den ältesten Messreihen des Landes, in Wien, Kremsmünster und Innsbruck findet sich allerdings anno 1800 ein April, der sogar ein noch höheres Monatsmittel aufwies.

30 Grad-Marke geknackt

Gleich zweimal wurde im zurückliegenden Monat die 30-Grad-Marke erreicht, mit Salzburg und Wien schafften dies zwei Landeshauptstädte. Klimatologisch gesehen sind 30 Grad im April sehr selten und am ehesten an der föhnigen Alpennordseite möglich. In Wolkersdorf,

Bludenz und Wieselburg wurden zudem bis dato 8 Sommertage registriert. Von solchen Tagen mit einem Höchstwert über 25 Grad gibt es im Normalfall gerade einmal einen. Der warme April zeigt sich in einem einfachen Vergleich: Am Ende des Monats werden nämlich 27 zu warmen Tagen nur 3 Tage gegenüberstehen, die zu kalt ausfielen.

Sonne machte zahlreiche Überstunden

Im Zuge des andauernden Hochdruckeinflusses und der häufigen Föhnlagen schien die Sonne im gesamten Land deutlich häufiger als im Durchschnitt, meist sind 20 bis 40 Prozent mehr Sonnenstunden als im langjährigen Mittel zusammengekommen. „Die absolut sonnigsten Orte sind in Niederösterreich beheimatet“, so Spatzierer. „Mit 254

Sonnenstunden hat Irnfritz in dieser Rangliste die Nase vorne, mehr als 200 Sonnenstunden konnte man aber in jeder Landeshauptstadt genießen.“

Trockenheit setzt sich fort

Der April fiel im Großteil des Landes viel zu trocken aus. Einzig von Lienz bis Graz wurde das Niederschlagssoll erreicht, im Grazer Becken sogar übertroffen. Verantwortlich hierfür waren nahezu ortsfeste Gewitter, die am 16. April für anhaltenden Platzregen sorgten. In Graz fielen dabei innerhalb von sechs Stunden bis zu 90 Liter pro Quadratmeter Regen. Diese Menge ist größer als der mittlere Gesamtniederschlag vom April und entspricht in etwa einem Zehntel des jährlichen Niederschlags in Graz.

Im übrigen Land setzte sich hingegen die Trockenheit fort, die bereits im Februar ihren Anfang nahm. So fehlen im zurückliegenden Monat entlang und nördlich der Alpen durchwegs 50% auf das Soll, speziell vom Mühlviertel bis zum Neusiedler See sogar 80 bis

 

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Konstantin Brandes

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