Vorarlberg von Unten - Die Brühlhöhle in Andelsbuch

©VOL.AT/Schwendinger
Andelsbuch - Abseits des Sportplatzes vom FC Andelsbuch befindet sich ein kleiner Bach. Wenn man diesem zum Ursprung folgt, steht man am Eingang der Brühlhöhle, einer aktiven Wasserhöhle. Sollte das für Sie zu gefährlich klingen, lesen sie einfach weiter. Denn VOL.AT war im Auftrag unserer Serie "Vorarlberg von Unten" vor Ort.
Brühlhöhle in Andelsbuch
Höhlenerkundung im Video
Emil Büchel im Interview
Forscher aus Riesending-Höhle gerettet

Man muss den Eingang kennen, um ihn zu finden. Dann kann man ihn aber kaum noch verfehlen. Hier beginnt unsere Reise in die Felsen – eine Árt von Reise, die seit dem Unglück eines deutschen Forschers in der Reisending-Höhle in Bayern von vielen gefürchtet wird. Für Emil Büchel vom Karst- und Höhlenkundlichen Ausschuss des Vorarlberger Landesmuseumvereins, kurz der Vorarlberger Höhlenforscher, ist das aber unberechtigt: “Es ist wie jedes andere sportliche Hobby, ein Risiko bleibt immer.”

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Schlechtes Wetter erhöht Risiko

Das gibt es auch in der Brühlhöhle, die mit 270 Metern Länge eine Mittelhöhle ist. Zumindest bei schlechtem Wetter, erklärt der Experte: “Wenn es viel regnet, steigt auch im Felsen der Wasserstand und kann dann ganze Kammern fluten. Dann wird es überall feucht, das Risiko abzurutschen steigt.” Die Fasziantion des Erkundens übertrumpft die Risiken aber um ein Vielfaches, ist sich der passionierte Dornbirner sicher: “Sonst würde ich das jetzt nicht schon 40 Jahre lang machen. Und solange ich noch körperlich fit bin, werde ich auch nicht damit aufhören.”

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Tipps für Höhlenforscher

Interessierten gibt Büchel mit seine langjährige Erfahrung gerne wieder, in Form von Tipps. Der erste ist, immer in Begleitung auf Erkundungstour durch eine Höhle: “Sollte etwas passieren, wäre man sonst komplett auf sich allein gestellt. Man müsste warten, bis wieder jemand die Höhle erkundet.” Deshalb auch gleich sein zweiter Tipp, immer jemandem bescheid geben, wo und wie lange man unterwegs sein will.

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Licht ist im Dunklen Alles

Dann sollten zumindest zwei Lichtquellen im Gepäck sein, denn Licht ist in den dunklen Höhlen Alles, weiß der Höhlenforscher: “Sonst muss man an Ort und Stelle sitzen bleiben und warten.” Mobilfunkempfang gibt es nämlich auch nur am Anfang der Höhle. Und bei einer aktiven Wasserhöhle wie in Andelsbuch, wäre auch ein Neoprenanzug von Vorteil: “Sonst ist die Tour schneller vorbei, als einem lieb ist.”

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Sicherheit geht vor

Die goldene Regel aller Höhlenforscher ist aber die Vorsicht. “Man sollte die Situation nie unterschätzen und immer den sichersten Weg wählen. Wenn man das befolgt, passiert auch nichts”, stellt der passionierte Pensionist klar. Die Zahlen geben ihm Recht, in den 40 Jahren hat er sich nie in einer Höhle verletzt: “Nur einmal auf dem Weg zu einer Expedition bin ich auf einer Eisplatte ausgerutscht und hab mir das Knie angeschlagen. Wohlgemerkt aber schon vor der Höhle.”

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Höhlenerkundung

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