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Vorarlberg vom Hinterbänkler zum Musterschüler

LH Wallner mit LR Rüscher
LH Wallner mit LR Rüscher ©VOL.AT/Mayer
Dass Vorarlberg als Testregion früher als die anderen Bundesländer erste Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie setzen darf, war vor wenigen Monaten noch undenkbar.
Öffnungsschritte in Vorarlberg

Im November war Vorarlberg mit Sieben-Tages-Inzidenzen jenseits der Marke von 700 österreichweites Schlusslicht, in den Spitälern wurde eine Triage nicht mehr ausgeschlossen. Doch kam es nicht soweit. Vor allem seit dem Dreikönigstag verbesserten sich die Zahlen schrittweise und nachhaltig.

Am 13. Jänner verzeichnete Vorarlberg den bisher letzten Tag mit über 100 Corona-Neuinfektionen - genau waren es 132. Der höchste Wert seit 23. Jänner betrug 70, in den vergangenen Tagen wurden selten mehr als 50 Neuinfektionen registriert. Mit durchschnittlich etwa 40 Neuinfektionen pro Tag erreicht Vorarlberg eine Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 70. Das entspricht in etwa dem aktuellen Stand.

Contact Tracing als Erfolgsfaktor

Was aber bewirkte den zumindest vorläufigen Umschwung? Immer wieder betonen die Verantwortlichen - Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (beide ÖVP) - die Qualität des Contact Tracing in Vorarlberg. Es gelinge sehr rasch, Infektionsketten zu unterbrechen. Hilfreich war mit Sicherheit ebenfalls, dass die infektiösere britische Mutante erst vergleichsweise spät im Bundesland ankam. Erst am 1. Februar wurde die erste Mutation in Vorarlberg bestätigt. Zwar hat sich die britische Variante anschließend auch in Vorarlberg breitgemacht, der Anteil der britischen Mutante an den Neuinfektionen lag am Montag aber noch unter einem Drittel, nämlich bei knapp 27 Prozent - Ende Februar waren es im Österreich-Schnitt 57 Prozent, in Ostösterreich waren die Zahlen noch deutlich höher. Die südafrikanische Mutante wurde in Vorarlberg bisher in zwei Fällen festgestellt.

"Testen und Impfen"

Schon vor Weihnachten zeigte sich Wallner überzeugt, dass "Testen und Impfen" den Weg aus der Pandemie weise. Das Vorarlberger Impf-Dashboard ging früher als in anderen Bundesländern online und verzeichnete von allem Anfang an regen Zulauf. Aktuell sind in Vorarlberg über 26.500 Personen immunisiert, davon haben über 12.000 Menschen auch schon die Zweitimpfung erhalten. Hinsichtlich der Erstimpfung sind damit acht Prozent der 332.061 Vorarlberger "Impfberechtigten" geimpft worden gegenüber österreichweit 5,47 Prozent.

(APA)

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