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Vorarlberg und AMS: 14 Mio. Euro gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Aktuell sind in Vorarlberg 1.523 Personen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung.
Aktuell sind in Vorarlberg 1.523 Personen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. ©VLK/Mathis
Land Vorarlberg und Arbeitsmarktservice (AMS) investieren gemeinsam 14 Mio. Euro in Projekte gegen Langzeitbeschäftigungslosigkeit. Per April waren in Vorarlberg 1.523 Personen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen - also länger als ein Jahr ohne Arbeitsplatz.
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"Wir wollen alles unternehmen, damit sich Langzeitarbeitslosigkeit nicht verfestigt", stellte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) fest. Man akzeptiere keine Sockelarbeitslosigkeit, betonte Wallner.

1.523 seit über einem Jahr arbeitslos

In Vorarlberg waren per Ende April 9.945 Personen als arbeitslos gemeldet, davon waren 1.523 (650 Frauen, 873 Männer) länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. 60 Prozent der Betroffenen sind älter als 45 Jahre, mehr als die Hälfte verfügt höchstens über einen Pflichtschulabschluss, 57 Prozent sind durch gesundheitliche Beeinträchtigungen gehandicapt. "Je länger die Arbeitslosigkeit andauert, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg", sagte der zuständige Landesrat Marco Tittler (ÖVP).

LR Marco Tittler, LH Markus Wallner und AMS-Chef Bernhard Bereuter. (Bild: VLK/Mathis)

Beschäftigungsprojekte helfen beim Einstieg

Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit zu bringen erfolgt zum einen über Beschäftigungsprojekte von Non-Profit-Organisationen wie etwa der Caritas. Bei diesen Trägerorganisationen - außer der Caritas handelt es sich um Aqua Mühle, Integra, die Kaplan Bonetti GmbH, pro mente Vorarlberg und die Dornbirner Jugendwerkstätten - finden im heurigen Jahr 514 Personen ein befristetes Arbeitsverhältnis. Diese sozialökonomischen Projekte werden mit insgesamt 10,6 Mio. Euro (AMS 7,9 Mio., Land 2,7 Mio.) unterstützt. Dazu kommen noch drei Projekte im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF), die Langzeitbeschäftigungslosen und Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund Unterstützung beim Ein- bzw. Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt bieten. AMS und Land Vorarlberg steuern dazu jeweils 816.000 Euro bei, der Vorarlberger Sozialfonds 600.000 Euro. "Insgesamt können mit diesen drei Projekten im Zeitraum von zwei Jahren 950 Personen auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt mit entsprechenden Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen begleitet werden", sagte Tittler.

Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit entscheidend

Gegenüber dem Vorjahr habe die Zahl der Langzeitarbeitslosen - damals waren es 2017 - um knapp 25 Prozent abgenommen, sagte Vorarlbergs AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Jetzt spüre man aber eine gewisse Verhärtung der Arbeitslosigkeit. Wolle man die Arbeitslosenquote senken, so sei ein Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit dafür entscheidend.

(APA)

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