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Vorarlberg übergab Vorsitz in der Internationalen Bodenseekonferenz

Sonderegger (2.v.l.): „Wir steuern das Boot gemeinsam auch 2021 erfolgreich weiter!“
Sonderegger (2.v.l.): „Wir steuern das Boot gemeinsam auch 2021 erfolgreich weiter!“ ©Vorarlberger Landtag / Mathias Bertsch
Vorarlberg hat am Freitag das Steuerrad der Internationalen Bodenseekonferenz an den Schweizer Kanton St. Gallen weitergereicht.

Vorarlberg hat am Freitag das Steuerrad der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) - das Symbol für den Vorsitz - an den Schweizer Kanton St. Gallen weitergereicht. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) betonte im Anschluss an eine Videokonferenz mit den Regierungschefs der IBK-Mitgliedsländer die Bedeutung offener Grenzen in der Region. Man trete vehement dafür ein, dass der Berufsverkehr und der Austausch zwischen Familien über die Grenzen hinweg möglich bleibe.

Die Erfahrungen des Frühjahrs - als die Grenzen geschlossen wurden - würden als "schmerzliche Erinnerung" im Gedächtnis bleiben, sagte Wallner. Es habe sich gezeigt, wie gut die Bodenseeregion als Lebens- und Wirtschaftsraum bereits heute vernetzt sei und "was Schließungen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch zwischenmenschlich anrichten".

Mittlerweile sei es aber gelungen, die Interessen der Bodenseeregion frühzeitig in den nationalen Parlamenten zu artikulieren. "Wir sind in einer ähnlichen Entwicklung der Pandemie, haben ähnliche Maßnahmen und Regeln", stellte Wallner fest. Es habe überhaupt keinen Sinn, "in Richtung Grenzschließung auch nur nachzudenken".

Umgesetzt wurden:

Auch wenn das Vorsitzjahr Vorarlbergs von der Pandemie geprägt wurde, so sei es doch gelungen, einen Teil der inhaltlichen Schwerpunkte umzusetzen. Beschlossen wurde von den Regierungschefs etwa eine neue Leistungsvereinbarung für die Jahre 2022 bis 2025 für die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH). Im Rahmen der IBH kooperieren 27 Hochschulen in der Region. Thematischer Schwerpunkt werde noch stärker die digitale Transformation sein, sagte Wallner. Darüber hinaus wolle man die IBH in einen eigenen Rechtskörper verabschieden, um damit Zugang zum europäischen Förderprogramm zu erhalten.

Neues Motto für 2021

Fredy Fässler, Regierungsrat des Kantons St. Gallen, will das nächste Jahr unter das Motto "Dialog fördern - Vernetzung stärken" stellen. Im Fokus stünden etwa die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Verkehrsanbindung, konkret nannte er unter anderem das Projekt "S-Bahn-Bodensee". Auch werde man beim Klimaschutz voranschreiten müssen.

Über die IBK

Die 1972 gegründete IBK ist ein kooperativer Zusammenschluss der Regierungen der an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder und Kantone. Mitglieder sind das Fürstentum Liechtenstein, in Österreich das Bundesland Vorarlberg, in Deutschland die Länder Baden-Württemberg und Bayern und in der Schweiz die Kantone Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell-Außerrhoden und Appenzell-Innerrhoden. Im Kerngebiet der "Regio Bodensee" leben auf rund 14.800 Quadratkilometern etwa 4,1 Millionen Menschen.

(Red.)

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