Vorarlberg: Tote Kuh ragt aus Tiertransporter

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Ein Fahrzeug der Vorarlberger Wiederverwertungsgesellschaft (VWG) bot am Montag einen "unappetitlichen Anblick". Aus der Ladefläche ragte der Kopf einer verendeten Kuh.

Auf Facebook mach derzeit ein Foto von einem sehr unappetitlichen Anblick auf Ländle-Straßen die Runde. Darauf zu sehen ein Transportfahrzeug der Vorarlberger Wiederverwertungsgesellschaft (VWG), aus dem der Kopf einer verendeten Kuh herausragt. Die Facebook-Nutzerin, die den Beitrag veröffentlichte schreibt dazu lakonisch: “Liebe VWG! Ich möchte mich für euere tolle Arbeit bedanken. Dieser Anblick hat meinem Sohn und mir den sonnigen Montag wirklich versüßt. Wann seid ihr wieder auf Vorarlbergs Straßen unterwegs? Das Tier wäre bestimmt stolz auf euch. DANKE FÜR NICHTS”.

Screenshot/Facebook
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Vonseiten der Vorarlberger Wiederverwertungsgesellschaft in Koblach nimmt man den Zwischenfall sehr ernst. Man bedauere den Anblick, erklärt Geschäftsführerin Karin Böckle. In den 30 Jahren, in denen sie für die Gesellschaft tätig ist, sei so etwas zuvor jedoch noch nie vorgekommen.

Unglückliche Umstände

Grund für den unerfreulichen Anblick sei eine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen. Die betreffende Kuh war das letzte Tier, dass bei dieser Fahrt am Montag abzuholen war. Da das Tier noch am Wochenende verstorben war, hatte die Totenstarre bereits eingesetzt. Beim Aufladen des Tierkadavers per Kran verhackte es sich mit den Beinen bei einem anderen Kadaver, was jedoch dem Fahrer entgangen ist. Dies war schlussendlich der Grund, warum das Tier auf den drei Kilometer langen Strecke zur Verwertungsgesellschaft zu sehen war.

Klärendes Gespräch

Laut Böckle habe es diesbezüglich auch ein Gespräch mit der betroffenen Frau wie auch mit dem zuständigen Landesrat Christian Gantner gegeben. Die Vorarlberger Wiederverwertungsgesellschaft ist im Auftrag des Landes Vorarlberg tätig und mit der Entsorgung und Verwertung von Tierabfällen, aber auch von in der Landwirtschaft verstorbenen Tieren wie auch Haustieren zuständig.

Landesrat Gantner: Bedauern und Kritik

Landesrat Christian Gantner bedauert den Vorfall und kritisiert ihn auf das Schärfste: “Ich habe sofort nach Bekanntwerden des Vorkommnisses von der VWG eine detaillierte Stellungnahme eingeholt.” Auch per Aussendung bedauert die Geschäftsführung der VWG den Vorfall zutiefst und spricht von einem nicht zu tolerierenden Einzelfall. “Unsere Mitarbeitenden sind normalerweise sehr umsichtig beim Transport von Tierkörpern. Wir entschuldigen uns bei allen, welche durch diese unsachgemäße Transportmaßnahme schockiert wurden.”

Es habe bereits ein klärendes Gespräch mit dem verantwortlichen Mitarbeiter gegeben und auch das gesamte Team der VWG habe man aufgrund des gegebenem Anlass auf die besondere Notwendigkeit eines sachgemäßen Umganges beim Transport von Tierkörpern hingewiesen.

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