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Vorarlberg: Symposium über naturbewusstes Bauen in Feldkirch

Direktorin Karin Flatz, die Lauteracher Vizebürgermeisterin Doris Rohner, Marina Hämmerle (Vertreterin Organisationsteam), Landesrat Johannes Rauch und Umweltverbandsobmann Bürgermeister Rainer Siegele.
Direktorin Karin Flatz, die Lauteracher Vizebürgermeisterin Doris Rohner, Marina Hämmerle (Vertreterin Organisationsteam), Landesrat Johannes Rauch und Umweltverbandsobmann Bürgermeister Rainer Siegele. ©VLK/Kees
Urbanes Wachstum, Nachverdichtungen und der gleichzeitige Wunsch nach einer klugen und energie-effizienten Ortsentwicklung bedürfen mehr denn je den Blick auf Artenvielfalt, Klimawandelanpassung und Lebensqualitäten.

Am 24. und 25. Oktober 2018 findet dazu im Montforthaus Feldkirch das international besetzte Symposium „natur vielfalt bauen“ statt.

Gemeinsam mit den Organisatoren gab Landesrat Johannes Rauch heute in der Volksschule Lauterach Dorf einen Überblick über das erste internationale Symposium dieser Art in Westösterreich.

Das Symposium geht Bedürfnissen und Strategien nach, stellt zukunftsweisende und innovative Projekte vor und ermöglicht einen transdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch für Expertinnen und Experten sowie Anwenderinnen und Anwender aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau, Raumplanung, Bauwirtschaft, Ökologie und Gesundheitswesen, informierte Landesrat Johannes Rauch.

Entsprechende Bepflanzung

Innerstädtische Gärten, Straßenräume, Gebäude und Plätze können bei entsprechender Bepflanzung nicht nur Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sein, so der Landesrat: „Sie sind auch wichtige Komponenten bei der Pufferung von Hitzeeffekten und Niederschlagsspitzen, filtern Feinstaub und speichern CO2.“

Weiters fördern sie Begegnungen, soziale Identität und Gesundheit. „Sind wir in der Lage, Pflanzen und Bäume in den Stadt- und Dorfraum zu integrieren, natürliche Beschattung und Kühlung im Sommer zu generieren und Artenvielfalt zu erhalten, sichern wir auch für weitere Generationen die hohe Lebensqualität in unseren Siedlungsräumen“, so Rauch.

Zweitägiges Symposium

Im Auftrag der Abteilungen Umwelt- und Naturschutz und Raumplanung der Vorarlberger Landesregierung hat ein dreiköpfiges Expertinnen-Team aus dem Interreg Modul »naturvielfalt bauen! – Wissenspool für die Bodenseeregion« das internationale Symposium »natur vielfalt bauen« entwickelt, informierte Marina Hämmerle vom Organisationsteam. Es dient nach dem Aufbau eines Netzwerkes und Bündelung der ersten erarbeiteten Erkenntnisse der weiteren, interaktiven Vertiefung und zugleich der Verbreitung und Bewusstseinsbildung dieses brisanten, jedoch nach wie vor marginalisierten Baukultur-Themas.

Die Auswahl der Referierenden erfolgte themenspezifisch, denn das Integrieren von vielfältigen Naturräumen in den Siedlungsraum birgt eine Reihe an Handlungsfeldern. So beleuchten vom Sprachwissenschaftler über die Stadtsoziologin, vom Künstler und der Forscherin über den Architekten und die Landschaftsarchitektin, Raumplanerin, vom Begrünungsexerten, der Pflanzenexpertin bis zur Anthropologin die unterschiedlichen Aspekte von planbarer Biodiversität. Angereist nach Feldkirch kommen sie aus Amsterdam, Berlin, Linz, Überlingen, Vaduz, Washington DC, Wien, Zürich.

Hochkarätige Referenten

An zwei Vormittagen bündeln die hochkarätigen Referierenden in kurzen, pointierten Statements ihre jeweils dem eigenen Hintergrund entspringenden Sichtweisen, nachmittags bringen sich die Teilnehmer in den Werkstätten selbst ein, um gemeinsam mit den ExpertIinnen Strategien und Handlungsfelder auszuloten. Die anschließend an das Symposium geplante Kommunikation der Ergebnisse richtet sich, gepaart mit dem Aufruf »Beginnen wir dort, wo wir Einfluss nehmen können«, neben den handelnden Institutionen auch an eine breitere Öffentlichkeit.

Der Vorarlberger Umweltverband unterstützt mit dem Servicepaket „Nachhaltig: Bauen in der Gemeinde“ bereits jene Gemeinden, die ihre Gebäude nachhaltig errichten oder sanieren möchten. Seit 2016 gibt es nun auch das neue Zusatzmodul „Naturnaher Bau“, welches das Potential der Natur aufgreift. Umsetzungen wie zum Beispiel Dachbegrünungen oder ökologische Außengestaltungen erhalten in Folge auch Förderpunkte im Rahmen des Vorarlberger Kommunalgebäudeausweis (KGA), informierte der Obmann des Umweltverbands, Bürgermeister Rainer Siegele. Grundlage für die inhaltliche Erarbeitung des Moduls war die Volksschule Lauterach Dorf. Das Interesse der Gemeinden an diesem Modul ist recht hoch, ca. 75 Prozent der Projekte werden inzwischen hierzu beraten.

Volksschule Lauterach Dorf

Beim Um- bzw. Neubau der Volksschule Lauterach Dorf war eine der Rahmenbedingungen der Erhalt des alten Baumbestands. Das Konzept beinhaltet auch Dachbegrünungen, begehbare Freiluftklassen unter Baumkronen und naturnahe Spielräume, informierten die Lauteracher Vizebürgermeisterin Doris Rohner und Karin Flatz, Direktorin VS Lauterach Dorf. Durch die Erhaltung des alten Baumbestandes wurde eine natürliche, beschützende und nicht zuletzt auch lebendige Umgebung geschaffen. Die vielen positiven Funktionen des gewachsenen Baumbestandes, wie die Verbesserung des Kleinklimas, die Sauerstoffproduktion, die Feinstaubfilterung und natürlich die Beschattung sind im täglichen Schulleben spürbar. Ein Freizeitpädagoge ermöglicht den Kindern die Natur in ihrer Artenvielfalt und Schönheit zu erleben und kennen zu lernen.

(VLK)

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