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Vorarlberg: Staudinger will die Sozialdemokratie retten

Das SPÖ Spitzenteam für die Landtagswahl 2019.
Das SPÖ Spitzenteam für die Landtagswahl 2019. ©SPÖ Vorarlberg
Die Vorarlberger Sozialdemokratie hat einen neuen Hoffnungsträger. Der 38-jährige Martin Staudinger soll die Vorarlberger Genossen vielleicht nicht auf einen neuen Gipfel, aber zumindest aus dem tiefen Tal führen, in dem sie seit Jahren feststecken.
SPÖ nominiert Staudinger

Die Voraussetzungen Staudingers scheinen perfekt: Alter, Bildungsweg und Karriere erfüllen die Kriterien für einen SPÖ-Landesparteichef mustergültig. Wer sich an die Spitze der Vorarlberger SPÖ stellt, muss eine ordentliche Portion Optimismus mitbringen. Denn anders als in den Bundesländern im Osten und Süden ist die SPÖ in Vorarlberg ein politischer Zwerg – was die Partei im Wahlkampf zur Landtagswahl 2014 mit dem Verschenken von Gartenzwergen versinnbildlichte.

Ziel: 12,5 Prozent

Mit einem Regierungsamt oder anderen lukrativen Posten kann ein SPÖ-Chef im Ländle nicht spekulieren. Die bisher letzte Regierungsbeteiligung datiert aus dem Jahr 1974, die 30 Prozent-Marke hat die SPÖ in Vorarlberg noch bei keiner Wahl jemals erreicht – nicht einmal zu Bruno Kreiskys Zeiten. Aktuell stehen die Vorarlberger Genossen bei 8,77 Prozent – in den Medien kolportiertes Ziel für 2019: 12,5 Prozent.

Staudinger wurde mit hundert Prozent gewählt
Staudinger wurde mit hundert Prozent gewählt ©SPÖ Vorarlberg

Den geforderten Optimismus bringt Staudinger zweifellos mit. Es werde gelingen, die Sozialdemokratie in Vorarlberg zu stärken, zeigte er sich bei seiner Antrittspressekonferenz überzeugt, auch wenn gelte: “Es gibt sicher einige Werte, die wir zurückgewinnen müssen”. Für die Sozialdemokratie hat sich der gebürtige Vorarlberger Staudinger bereits als Student in Wien engagiert. In die Politik zog es ihn deshalb, “weil ich immer schon mitgestalten wollte”, wie er nach seiner Rückkehr nach Vorarlberg 2016 in einem Interview sagte.

Verwaltungs- statt Mandatarserfahrung

Über die politische Erfahrung eines Mandatars in einer Vorarlberger Gemeindestube oder im Landes-Parlament verfügt Staudinger nicht, was die Vorarlberger Genossen aber nicht als Nachteil sehen. Stattdessen war er Bezirksgeschäftsführer der SPÖ Wien-Innere Stadt und arbeitete im Kabinett des ehemaligen SPÖ-Sozialministers Rudolf Hundstorfer. Zu seinen Aufgaben zählte dort etwa die Verhandlung der ersten Mindestsicherung mit den Bundesländern und die Mitverhandlung des Finanzausgleichs im Frühling 2015. Beste Kontakte nach Wien sollen ihm sein politisches Leben leichter machen.

“In Vorarlberg macht man einfach”

An eine Rückkehr nach Vorarlberg – wo er nun in seinem Geburtsort Hard bei Bregenz wohnt – hatte Staudinger zunächst nicht gedacht. Er stellte jedoch fest, dass “je länger man in Wien ist, desto mehr lernt man Vorarlberg schätzen”. Auch die “besondere Vorarlberger Werthaltung” wurde dem 38-Jährigen bewusst, die sich zusammenfasst lässt in dem Satz: “In Wien wird immer über alles geredet. In Vorarlberg macht man einfach”. Staudinger nahm das Angebot die Landesstelle Vorarlberg des Sozialministeriumservice an, als Hundstorfer sich entschloss, für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren.

“Schlitzohr”

Dass seine neue Aufgabe schwierig ist, wird Staudinger kaum kümmern. Er verfügt über ausgeprägtes Selbstbewusstsein und durchaus über einen Hang zur Selbstinszenierung. Zum linken Flügel der SPÖ muss man Staudinger, der manch Weggefährten als “Schlitzohr” gilt, nicht unbedingt zählen. Staudinger fühlte sich etwa auch im ÖVP-lastigen “Forum Alpbach” meist in Tracht gewandet pudelwohl. In Wien betreibt er seit Jahren das “Donaukanaltreiben”, ein studentisch geprägtes Festival für Party-People eben entlang des Donaukanals.

(APA)

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