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Vorarlberg: Sechs Jahre Haft für Kokaindealer

Insgesamt 1,2 Kilogramm Kokain aus Holland nach Vorarlberg verbracht
Insgesamt 1,2 Kilogramm Kokain aus Holland nach Vorarlberg verbracht ©Symbolbild
Feldkirch - Vorbestrafter 54-Jähriger wurde für Schmuggel von 600 Gramm hochprozentigem Kokain aus Holland verantwortlich gemacht.

Goldzahn lautet der Spitz­name eines Angeklagten im Drogenmilieu. Er ist türkischstämmiger Holländer und lebt in Vorarlberg. Der arbeitslose 54-Jährige ist für Staatsanwältin Karin Dragosits kein drogensüchtiger Kleinkrimineller, sondern ein skrupelloser Großdealer.

Gestern wurde der mit vier einschlägigen Vorstrafen belas­tete Angeklagte am Landesgericht Feldkirch wegen der Verbrechen des Suchtgifthandels zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Michael Fruhmann ist nicht rechtskräftig. Denn sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwältin nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.

Nach Ansicht der Richter ist der Angeklagte für den Schmuggel von zumindest 600 Gramm Kokain mit dem sehr hohen Reinheitsgrad von 80 Prozent aus Holland nach Vorarlberg verantwortlich. Davon entfallen 200 Gramm auf eine Schmuggelfahrt, die ein 46-jähriger Türke aus dem Unterland im Auftrag des Angeklagten durchgeführt haben soll. Der unbescholtene 46-Jährige wurde in einem früheren Strafprozess auch dafür bereits rechtskräftig zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Halbes Kilogramm Kokain

Zudem hat der 54-jährige Angeklagte nach den richterlichen Feststellungen zumindest 468 Gramm Kokain in Vorarlberg verkauft, vor allem an junge Männer türkischer Herkunft. Des Weiteren hat er Kokain konsumiert.

Der Strafrahmen betrug wegen der mehr als 25-fachen Überschreitung der Grenzmenge von reinem Kokain ein bis 15 Jahre Haft. Massiv erschwerend hätten sich die vier einschlägigen Vorstrafen des Angeklagten aus Deutschland und Holland ausgewirkt, sagte Richter Fruhmann in seiner Urteilsbegründung.

Der von Thomas Raneburger verteidigte Untersuchungshäftling gab an, er habe nur den von ihm beauftragten Schmuggel und die Weitergabe von 50 Gramm Kokain aus Holland zu verantworten. Der 54-Jährige behauptete, er sei drogen- und spielsüchtig und habe ein Kilogramm Kokain konsumiert. Das viele Rauschgift habe er Schwarzafrikanern am Dornbirner Bahnhof abgekauft.

Hoher Reinheitsgrad

Staatsanwältin Dragosits ging aber davon aus, dass der Angeklagte insgesamt 1,2 Kilogramm Kokain aus Holland nach Vorarlberg verbracht hat. Im Drogenmileu sei davon die Rede gewesen, dass der holländische Staatsbürger kiloweise Kokain aus den Niederlanden nach Österreich gebracht habe. Bei seiner Festnahme im Oktober 2017 wurden nur acht Gramm Kokain im Auto des 54-Jährigen gefunden, allerdings mit einem Reinheitsgrad von 80 Prozent.

(Quelle: NEUE/Seff Dünser)

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