Vorarlberg: Schweizer Modell soll Kälbertransporte verhindern

Daniel Matt (NEOS) plädiert für eine Rinderzucht nach schweizer Vorbild.
Daniel Matt (NEOS) plädiert für eine Rinderzucht nach schweizer Vorbild. ©NEOS; dpa
Um Kälbertransporte in Zukunft zu verhindern, lohne ein Blick in die Schweiz, empfiehlt der NEOS-Landtagsabgeordnete Daniel Matt. "Ausschließlich in der Umstellung der Zucht liegt der Schlüssel zur Vermeidung von Kälbertransporten."
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Durch Umstellung in der Zucht fallen in der Schweiz momentan keine „überschüssigen Kälber“ an. Zudem werden deutlich höhere Preise erzielt. Während in Vorarlberg immer noch viele hunderte Kälber exportiert werden, kann sich die Schweiz in diesem Bereich zu 98 Prozent mit hoch qualitativem Kalbfleisch selbst versorgen. „Die meisten Kälber werden in dem Betrieb aufgezogen und gemästet, indem sie auch geboren wurden“, berichtet der NEOS-Abgeordnete.

Umstellung der Zucht

„In Vorarlberg werden hingegen tausende Tiere jährlich zu ihrer „Entsorgung“ exportiert, da sie im Lande nicht verwertbar sind. Solange die Tierzucht nicht auf standortangepasste Zweinutzungsrassen umstellt, wird das leider wohl auch so bleiben. Damit sind wir von „regional & fair“ weit entfernt“, stellt Matt fest.

Unserer Ansicht nach müssten im Bereich der Tierzucht mit den landesgesetzlichen und förderrechtlichen Kompetenzen des Landes wirkungsvolle Maßnahmen für eine tatsächliche Umstellung auf „regional & fair“ gegeben sein. „Über die Förderrichtlinien des Landes könnte wohl in relativ kurzer Zeit ein „Umdenken“ in der Tierzucht erreicht und das Problem der „überschüssigen“ Kälber ein für alle Mal gelöst werden“ ist sich der NEOS-Abgeordnete sicher.

Zweinutzungsrassen bevorzugen

„So wäre es im Bereich der Tierzucht möglich, mehr Geld für die Besamung mit Zweinutzungsrassen zu gewähren, während die Gelder zur Besamung mit Hochleistungsrassen deutlich reduziert oder sogar gestrichen werden könnten. Dies wäre zumindest einer Bewusstseinsbildung in die gewünschte Richtung sicher dienlich“, schlägt Daniel Matt von den NEOS erneut vor.

„Wir fordern daher, uns am Beispiel der Schweiz zu orientieren, sodass alle in Vorarlberg geborenen Kälber direkt im Land aufgezogen, gehalten und in der Folge möglichst auch vermarktet werden. Dafür sollen die Experten aus der Schweiz eingeladen werden, um über ihre Praxis berichten zu können“, schließt der NEOS-Landwirtschaftssprecher.

(red)

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