Vorarlberg schnürt "Chancenpaket" für Kinder

Gesamtinvestitionen von 20 Mio. Euro unter anderem in Bildung und psychische Gesundheit
Gesamtinvestitionen von 20 Mio. Euro unter anderem in Bildung und psychische Gesundheit ©Unsplash
Die Vorarlberger Landesregierung möchte mit einem "Chancenpaket" für Kinder und Jugendliche die negativen Auswirkungen der Pandemie auf die jungen Menschen so gut wie möglich abfedern.

Land, Bund und Gemeinden geben dafür gemeinsam rund 20 Mio. Euro aus, informierte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Dienstag im Pressefoyer nach der Regierungssitzung. Bildungsdefizite sollen ausgeglichen, psychische Belastungen abgefedert und die Jugendbeschäftigung gesteigert werden.

Mehr Öffnungstage als Ziel

Außerdem sollen Familien entlastet und die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen wieder vorangetrieben werden, so der Landeshauptmann. Derzeit sei das Kinder-Bildungs- und Betreuungsgesetz in Arbeit, das verlängerte Öffnungszeiten und weniger Schließtage der Einrichtungen sowie eine Definition des "Versorgungsauftrags" der Gemeinden bringen soll. Nicht locker lassen will das Land laut Wallner beim Thema ganztägige Schule, außerdem will er die Sommerschule nach der Pandemie weiterführen und gesetzlich verankert sehen. Die ersten Signale des Bundes dazu seien positiv.

Gesundes Essen zu günstigem Preis

Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) kündigte an, dass es für sozial benachteiligte Kinder im Land ein gesundes Mittagessen und Nachmittagsbetreuung zu einem sehr günstigen Preis geben soll. Außerdem werden ambulante Angebote zur psychologischen und psychiatrischen Betreuung sowie Schulpsychologie und -sozialarbeit aufgestockt, und das Land prüft, ob der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Landeskrankenhaus Rankweil, dessen Fertigstellung derzeit für 2028 geplant ist, vorgezogen werden kann. Einig waren sich Wallner und Wiesflecker, dass es sowohl aus Bildungs- als auch aus sozialer Sicht wichtig ist, dass die Schulen wieder offen sind und es auch bleiben.

Als Grundlage für das Maßnahmenpaket wurden 41 Institutionen im Land sowie Jugendliche selbst befragt, wie es den jungen Leuten geht und was als die wichtigsten Bedürfnisse derzeit gesehen wird. Zutage kam dabei, dass der Wert der Schule als Lebensraum und der Familie sehr stark angestiegen ist. Der für das Paket vorgesehene Betrag von 20 Millionen Euro umfasst zum Großteil bereits bestehende Programme und deren Ausbau, etwa fünf Millionen sind laut Wallner "ganz frische Mittel".

(APA)

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