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Vorarlberg: „Rankweiler Tage der Akutpsychiatrie“ - zum zweiten Mal im LKH Rankweil

©LKH Rankweil
Am Freitag startete am Landeskrankenhaus Rankweil ein Ärztekongress über die neuen Herausforderungen in der Akutpsychiatrie.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in der Akutpsychiatrie, wichtige Fragestellungen sowie psychiatrische Leistungen und aktuelle Herausforderungen wurden thematisiert und diskutiert. Die erforderlichen inhaltlichen Impulse steuerten kompetente Vortragende bei. In den unterschiedlichen Workshops beschäftigten sich die 130 Teilnehmenden unter anderem mit der Zusammenarbeit in der (Sozial-)Psychiatrie.

Prim. Dr. Di Pauli, Chefarzt am LKH Rankweil, und seinem Team ist es einmal mehr gelungen, neben Top-Referentinnen und Referenten aus den eigenen Reihen auch Koryphäen aus Österreich und Deutschland für Vorträge und Workshops zu gewinnen: beispielsweise Prim. Dr. Michael Willis vom Krankenhaus Maria Ebene, Dr. med. MSc Sarah Kayser von der Universität Mainz, Mag.a. MSc Joy Ladurner von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) und Mag.a Sonja Hörmanseder von der Krisenhilfe Oberösterreich. In den Vorträgen und Workshops wurden unterschiedliche Therapiemethoden ebenso behandelt wie aktuelle Fachthemen und Fragestellungen aus der Psychiatrie. Ein zentrales Kongressthema war der Umgang mit psychosozialen Krisen.

Von der Akutpsychiatrie über Deeskalation bis zur Krisenhilfe

„Gerade in der Akutpsychiatrie ist es immens wichtig, über die Wirkung verschiedenster psychotroper Substanzen Bescheid zu wissen,“ hebt Prim. Dr. Michael Willis hervor. Und fokussierte sich auf das Erkennen und die klinische Einschätzung von Intoxikationen und Entzugssymptomen der gängigsten Drogen. Vor allem die Intoxikation mit neuen psychoaktiven Substanzen stellt für viele Kliniker eine große Herausforderung dar. Die Behandlung klinischer Fallbeispiele soll das Erkennen von Intoxikationen mit diesen neuen Substanzen in Zukunft erleichtern.

Im Deeskalationsworkshop wurde auf den Umgang mit schwierigen Patienten eingegangen und passende Strategien erarbeitet. Die Teilnehmer konnten erfahren, welche Grundhaltungen es im Umgang mit Aggressionen benötigt, sodass es nicht zur Eskalation kommt. Im Beitrag „Krisenhilfe“ wurde der Aufbau eines psychosozialen Dienstes in Vorarlberg eingehend präsentiert, besprochen und vorangetrieben.

Psychiatrie in Vorarlberg vorbildhaft

Die Psychiatrie in Vorarlberg ist aufgrund der multiprofessionellen Zusammenarbeit und der Verzahnung zwischen Krankenhaus und ambulanter Versorgung optimal aufgestellt. Einen bedeutenden Meilenstein hat das Land mit dem 2014 präsentierten Vorarlberger Psychiatriekonzept 2015 bis 2025 gesetzt. Die innovative Strategie wurde gemeinsam mit Betroffenen, Angehörigen und Leistungsanbietern unter Federführung des Landes entwickelt, mit dem Ziel, psychisch erkrankten Menschen leichter und wohnortnah zu einer passgenauen Hilfe und Behandlung zu verhelfen. Einen wichtigen Schritt setzte das Land durch die Inbetriebnahme der sozialpsychiatrischen Dienste in allen Bezirken. Darauf aufbauend wird nun das nächste Entwicklungsprojekt, die Einrichtung eines Not- und Krisendienstes ausgearbeitet. Die Tagung wird dazu interessante Impulse liefern.

(Red.)

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