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Vorarlberg: Nur acht statt 76 Deutschförderklassen

Die Schulleiterinnen und Schulleiter der Vorarlberger Volksschulen haben weniger außerordentliche Schüler gemeldet, als erwartet.
Die Schulleiterinnen und Schulleiter der Vorarlberger Volksschulen haben weniger außerordentliche Schüler gemeldet, als erwartet. ©Pixabay
Im Herbst wird mit der Umsetzung der Deutschförderklassen begonnen, informiert Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink. Allerdings gäbe es auch in Vorarlberg eine relativ starke Diskrepanz zwischen den von den Schulen gemeldeten Zahlen der einzurichtenden Klassen und den Berechnungen des Bundes.
"Deutschförderklassen sind machbar!"

In acht Volksschulen werden im kommenden Jahr nach ersten Meldungen Deutschförderklassen entstehen. Die Schulleiterinnen und -leiter dieser acht Schulen haben mehr als sieben außerordentliche Schülerinnen und Schüler gemeldet. Damit wird mit der schrittweisen Umsetzung von acht Förderklassen begonnen. Allerdings sind das deutlich weniger als die ursprünglich 76 angenommenen Klassen. Damit zeichnet sich ab, dass die Zahl der außerordentlichen Schüler im kommenden Jahr deutlich zurückgehen wird.

Schulaufsicht in der Pflicht

Dieser Umstand veranlasst Landesrätin Schöbi-Fink dazu, die Direktorinnen und Direktoren, den Landesschulrat beziehungsweise die Schulaufsicht an ihre Verantwortung zu erinnern: „Die Direktorinnen und Direktoren legen fest, wer als außerordentlicher Schüler geführt wird und wer nicht. Wenn die Anzahl an außerordentlichen Schülerinnen und Schülern nun aber plötzlich massiv zurückgeht, stellen sich mir einige Fragen – zum Beispiel, ob die bisherigen Meldungen korrekt bzw. im Sinne des Gesetzes waren.“

Dies zu beurteilen sei allerdings Sache des Landesschulrates bzw. der Schulaufsicht, denn sie seien für die gesetzeskonformen Meldungen verantwortlich, so die Landesrätin. „Es liegt in der Verantwortung der Schulaufsicht, diese Meldungen zu überprüfen – das habe ich den Verantwortlichen auch deutlich klar gemacht“, so die Landesrätin.

„Schulen bekommen Ressourcen, die sie benötigen“

Den Vorwurf, dass wegen der Deutschförderklassen Mittel gekürzt werden, lässt die Landesrätin indes zum wiederholten Male nicht gelten: „Die Schulen bekommen die Ressourcen, die sie benötigen. Eine seriöse Mittelzuteilung orientiert sich aber am Bedarf. Ich muss mich auf die Meldungen der Schulleiterinnen und -leiter verlassen, in deren Verantwortung es ist, die Kinder vor Eintritt in die Schule zu begutachten. Sie haben schon bisher entschieden, welches Kind nicht genügend Deutsch kann, um dem Unterricht zu folgen und als außerordentlicher Schüler zu führen ist, und welches noch nicht schulreif ist und damit die Vorschule besucht.“

Schöbi-Fink weiter: „Ich habe im Vorfeld zugesagt, dass wir den Schulen, die Deutschförderklassen mit mehr als fünfzehn Schülerinnen und Schüler eröffnen müssen, zusätzliche Stunden zur Verfügung stellen werden, um sie in der schrittweisen Umsetzung der Deutschförderklassen zu unterstützen.“ Denn im Zentrum stehe immer das Kind, das bestmöglich gefördert werden soll. Schon bisher hat das Land für jeden außerordentlichen Schüler zusätzlich zu den Mitteln, die vom Bund gekommen sind, Ressourcen zur Verfügung gestellt, erinnert die Landesrätin abschließend.

Standardisierte Deutsch-Tests

Auch für FPÖ-Klubobmann Daniel Allgäuer haben die Meldungen einen schalen Beigeschmack: „Eine Deutschförderklasse ist an einer Schule ab 8 Kindern, die nicht ausreichend Deutsch können, umzusetzen, so die gesetzliche Vorgabe. Heute wurde bekannt, dass jetzt 31 Vorarlberger Schulen genau 7 Schüler an ihrem Standort angegeben haben.”

Der freiheitliche Politiker forder deshalb so rasch wie möglich die gesetzlichen Grundlagen für standardisierte Deutschtests. “Landeshauptmann Wallner und ÖVP-Bildungslandesrätin Schöbi-Fink sind gefordert, diese Grundlagen gemeinsam mit ihrem ÖVP-Bildungsminister auf die Beine zu stellen.”

(VLK/red)

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