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vorarlberg museum zeigt Alpenfotos "jenseits der Ansichtskarte"

Ausstellung mit Arbeiten von Fotopionieren und 43 zeitgenössischen Vertretern der Bergfotografie.
Ausstellung mit Arbeiten von Fotopionieren und 43 zeitgenössischen Vertretern der Bergfotografie. ©VOL.AT/Klaus Hartinger
Die erste Sonderschau nach der Neueröffnung des vorarlberg museum ist der historischen und zeitgenössischen Alpenfotografie gewidmet. Die Ausstellung von 8. Februar bis 25. Mai reicht von den Pionieren des 19. Jahrhunderts, die mit schwerem Equipment die Gipfel bestiegen, bis hin zu aktuellen künstlerischen Positionen, die häufig den Eingriff des Menschen in die Bergwelt thematisieren.

Kuratorin Ute Pfanner hat in Kooperation mit der Galerie Stihl Waiblingen (Baden-Württemberg) für “Jenseits der Ansichtskarte. Die Alpen in der Fotografie” Arbeiten von 43 Vertretern der heutigen Landschaftsfotografie zusammengetragen. Die 120 Exponate eröffnen ein breites Spektrum von Blickwinkeln auf die Alpen. Früher als bedrohlich und unwirtlich wahrgenommen, änderte sich die Sichtweise auf die Berge im Laufe des 18. Jahrhunderts. Sie galten von nun an als “erhaben und schaurig schön”, so Pfanner.

Bergtour mit Dunkelkammer

Die ersten Alpenfotografen erklommen für meist nur wenige Panoramaaufnahmen mit bis zu 55 Kilogramm schwerer Ausrüstung samt Dunkelkammer die Gipfel. Einer der frühen Bergfotografen war der 1834 geborene Thaddäus Immler, der um 1890 ein Buch mit “Ansichten von Vorarlberg” veröffentlichte. Das vorarlberg museum zeigt dazu eine Reihe von Immler-Fotos aus seiner Sammlung.

Durch Massentourismus verändert

In der Ausstellung finden sich zudem aktuelle Arbeiten des Tirolers Lois Hechenblaikner, der in teils drastischen Fotos die Veränderungen der Bergwelt durch den Massentourismus dokumentiert. Seine kritischen Arbeiten zeigen “Rauschkultur”, Alpen-Kitsch, die Verletzung der Berge durch Kabel, Lifte und Speicherseen, skurril anmutende Freizeitparks sowie Bauernkulturstaffage in Apres Ski-Bars. Hechblaikner sprach bei der Presseführung plakativ von “Synthetiktirolern” und “Gastronoven”, “vollautomatischer Gastfreundschaft” und “alpiner Hollywoodinszenierung”.

Die Fotografin Ines Agostinelli, die auf digitale Fotografie verzichtet, sieht ihre Bergfotos vor allem als Auseinandersetzung mit der Erinnerung des Ortes, in den Jahrtausende von Kulturgeschichte eingeschrieben ist. Sie fotografierte aus alten Bildern mit speziellen Linsen Details heraus, die abseits der häufig sehr formalen Darstellung Menschen in intimen Momenten oder mit verlorenem Blick zeigen. Die Berge seien bei ihr “nicht Thema, aber durchaus Motiv”.

Zahlreiche Künstler

Weiters zu sehen sind in Bregenz das aufwendig nachbearbeitete Bild “Aletschgletscher” von Andreas Gursky, “Kitzsteinhorn” von Axel Hütte, eine nächtliche Bergaufnahme von Michael Schnabel, eine Arbeit von Sonja Braas, die mit der Manipulierbarkeit von Fotos spielt, Lawinenaufnahmen von Yann Gross und unspektakulär schöne Gletscherbilder von Bernhard Edmaier. Weitere Arbeiten steuerten etwa Michael Goldgruber, Edgar Mall, Robert Bodnar, Balthasar Burkhard, Tobias Madörin und Michael Reisch bei.

“Jenseits der Ansichtskarte. Die Alpen in der Fotografie”, Ausstellung im vorarlberg museum, 8. Februar bis 25. Mai 2014. Weitere Informationen im Internet unter www.vorarlbergmuseum.at.

(APA)

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