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Vorarlberg: Millionstes Essen auf Rädern

Der Service "Essen auf Rädern" wurde vor 37 Jahren ins Leben gerufen. Im Jahr werden rund 31.000 Essen ausgeliefert. Morgen wird das eine Millionste Essen übergeben.

Wer eigenständig nicht mehr kochen kann, ist auf Hilfe angewiesen. Diese schlichte Erkenntnis war der ursprüngliche Gedanke, weshalb „Essen auf Rädern“ in Feldkirch ins Leben gerufen wurde. Heute profitieren täglich rund 110 Feldkicherinnen und Feldkircher von diesem Angebot. Sie erhalten an sechs Tagen in der Woche frisch zubereitete Speisen aus regionalen Produkten direkt an den Tisch geliefert.

31.000 Essen jährlich ausgeliefert

Am 28. Jänner 1980 wurde auf Basis einer Bedarfsumfrage „Essen auf Rädern“ ins Leben gerufen. Bereits von Beginn an legten die Verantwortlichen das Hauptaugenmerk auf die Zufriedenheit der Kunden. Waren es im ersten Jahr etwas mehr als 7000 Mahlzeiten, die zubereitet wurden, konnte diese Zahl bereits zehn Jahre später verdreifacht werden. Heute werden an mehr als 300 Tagen im Jahr rund 31.000 Essen ausgeliefert.

Eine Millionste Essen

Zugute kommt dieses Serviceangebot allen Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, sich ihr Essen eigenständig zuzubereiten. Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold freut sich, dass dieses Angebot so rege genutzt wird: „‚Essen auf Rädern‘ ermöglicht es den Menschen, in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können. Morgen werden wir das 1 Millionste Essen ausliefern und werden auch in Zukunft darum bemüht sein, beste Qualität direkt an den Mittagstisch zu bringen.“

Engagiertes Team

Der Speiseplan von „Essen auf Rädern“ ist abwechslungsreich und wird von ausgebildeten Diätköchen jede Woche neu zusammengestellt. Auf Schonkost, Vorlieben und natürlich möglichst regionale Produkte werden großen Wert gelegt. Eine unlängst durchgeführte Befragung zum Thema „Pflege und Betreuung“ stellt diesem Serviceangebot ein gutes Zeugnis aus: 94 Prozent der pflegenden Angehörigen in Feldkirch kennen ‚Essen auf Rädern‘. Der Großteil der Abnehmer schätzt die Verlässlichkeit und Pünktlichkeit bei der Zulieferung sowie die Freundlichkeit der Mitarbeiter. Dazu Herbert Lins, Geschäftsführer der Senioren-Betreuung Feldkirch: „Der soziale Kontakt spielt bei jeder Zustellung eine wesentliche Rolle. Ein nettes Wort beziehungsweise ein kurzes Gespräch ist speziell für Kunden die alleinstehend sind sehr wichtig. Es geht nicht nur darum, eine warme Speise auf den Tisch zu stellen, sondern auch in Kontakt mit den Menschen zu bleiben.“

Um täglich ein solches Angebot anbieten zu können, benötigt es ein engagiertes Team. Sechs Mitarbeiter sind täglich mit der Zubereitung und Portionierung der Speisen beschäftigt. Zudem finden täglich Beratungsgespräche statt, bei denen Kundenwünsche notiert, Fragen von interessierten Neukunden und deren Angehörigen beantwortet und die tägliche Logistik abgewickelt werden. Zwei Zivildiener und ein Fahrer liefern täglich in drei Touren die Speisen zu den Kunden.

Essverhalten gewandelt

Auch Serviceleistungen wie „Essen auf Rädern“ müssen mit der Zeit gehen. Nicht nur das Essverhalten hat sich in den letzten Jahren gewandelt, sondern auch die Anzahl der Personen in einem Haushalt. Immer mehr Personen ernähren sich vegetarisch oder vegan und auch auf Allergien, Diät- und Schonkost muss vermehrt Rücksicht genommen werden. Die Zahl an Single-Haushalten ist ebenfalls stetig im Steigen begriffen, was sich natürlich auch auf die Logistik auswirkt, da sich die Zulieferadressen dadurch erhöhen. „Das Angebot ‚Essen auf Rädern‘ ist eine wichtige Säule im ambulanten Pflege- und Betreuungskonzept der Stadt Feldkirch. Wir versuchen bei allen Anliegen die notwendigen Lösungen anzubieten und möglichst flexibel zu agieren“, so Lins.

Sinnvolle Investition Natürlich fallen für ein solches Angebot auch entsprechende Kosten an: „Wir investieren mit ‚Essen auf Rädern‘ nicht nur in die Versorgung unserer älteren Mitmenschen, sondern ermöglichen damit auch ein längeres ‚zuhause-bleiben‘“, betont Berchtold. Es gibt insgesamt drei Tarifstufen, die entsprechend angepasst sind, damit sich dieses Angebot auch alle leisten können. „Das soll auch weiterhin gewährleistet werden“, informiert Berchtold. Insgesamt investiert die Stadt Feldkirch jährlich ca. 70.000 Euro in diese Serviceleistung (Einnahmen bereits abgezogen).

Blick in die Zukunft

Das Thema Pflege und Betreuung wird die Stadt Feldkirch auch in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Derzeit wird ein Konzept bezüglich der Zukunft des in die Jahre gekommenen „Haus Schillerstraße“ erstellt. Ebenso soll das Angebot „Betreutes Wohnen“ weiter ausgebaut werden. Dafür wurde vor kurzem eine Evaluierung des bisherigen Projektes mit insgesamt 25 Wohnungen in Tosters durchgeführt.

„Die Gesellschaft unterliegt einem steten Wandel. Das trifft auch auf die Lebenssituation der Seniorinnen und Senioren zu. Zusätzlich ändern sich auch die Rahmenbedingungen, wie die Abschaffung des Pflegeregresses kürzlich deutlich aufgezeigt hat. Wir versuchen in Feldkirch stets vorausschauend zu planen und ich bin zuversichtlich, dass wir auch künftig durchdachte Angebote für die Feldkircherinnen und Feldkircher anbieten können“, so Berchtold abschließend.

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