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Vorarlberg Milch bekam am meisten Agrarförderung

Vorarlberg Milch ist Spitzenreiter bei EU-Agrarförderungen.
Vorarlberg Milch ist Spitzenreiter bei EU-Agrarförderungen. ©VOL.AT/Lerch
Vorarlberg Milch bekam im abgelaufenen EU-Haushaltsjahr 2,5 Millionen Euro EU-Agrarförderung - auf Platz zwei folgt die Landwirtschaftskammer.

Die Vorarlberg Milch eGen hat im EU-Haushaltsjahr 2018/19 die in Vorarlberg mit weitem Abstand höchste Förderung im Rahmen von Zahlungen für die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union erhalten. Wie wpa-Recherchen in der EU-Transparenzdatenbank ergeben haben, bekam der Feldkircher Milchproduktehersteller im Berichtszeitraum EU-Agrarförderungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Gemäß Datenbank gab es die Förderung für Investitionen in materielle Vermögenswerte. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die wirtschaftliche und ökologische Leistung landwirtschaftlicher Betriebe und ländlicher Unternehmen sowie die Effizienz der Vermarktung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu verbessern, die erforderliche Infrastruktur für die Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft bereitzustellen und nichtproduktive Investitionen zu unterstützen, die zur Verwirklichung von Umweltzielen erforderlich sind, wie es heißt.

839.000 Euro für Landwirtschaftskammer

Auf Platz zwei findet sich die Landwirtschaftskammer Vorarlberg und ihr zuzurechnende Einrichtungen mit insgesamt fast 839.000 Euro an EU-Agrarförderungen. Diese Förderungen verteilen sich auf die Kammer selbst (104.500 Euro), das Ländliche Fortbildungsinstitut LFI (128.000 Euro), den Landesverband Urlaub am Bauernhof (31.300 Euro) und den größten Brocken, die Schuldnergemeinschaft Landwirtschaftskammer für Vorarlberg und Vorarlberg Rind Zuchtverband eGen mit 575.300 Euro.

Die Förderungen direkt für die Kammer flossen größtenteils in den Bereich "Technische Hilfe".
Hierdurch erhalten die Mitgliedstaaten die Möglichkeit, technische Hilfe zur Unterstützung von Maßnahmen zu gewähren, mit denen die administrativen Kapazitäten im Zusammenhang mit der Verwaltung der ESI-Fonds gefördert werden. Solche Maßnahmen können die Erstellung, Verwaltung, Überwachung und Bewertung der Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums sowie diesbezügliche Informations- und Kommunikationsmaßnahmen, Vernetzung, Konfliktbeilegung, Kontrollen und Prüfungen betreffen, informiert die Transparenzdatenbank.

Dorfsennerei Schlins-Röns auf 4. Platz

Auf dem dritten Platz folgt die Güterwegegenossenschaft Fontanella Oberkirchberg mit einer Förderung in Höhe von 711.000 Euro. Auf dem vierten Platz findet sich erneut ein Milchproduktehersteller und zwar die Dorfsennerei Schlins-Röns mit 332.000 Euro an EU-Agrarförderungen.

Platz fünf in dem Ranking belegt die Regionalentwicklung Vorarlberg e Gen. in Alberschwende. Sie erhielt 251.600 Euro an EU-Agrarförderungen. Dann kommen die Güterwegegenossenschaft St. Gallenkirch mit 230.000 Euro Förderungen und die Güterwegegenossenschaft Blons-Hinteregg mit 218.700 Euro. Rund 204.000 Euro erhielt die Regionalplanungsgemeinschaft Großwalsertal. Auch die Bergbahnen Brandnertal scheinen in der umfangreichen Auflistung mit 125.400 Euro an Förderungen auf.

Viel Geld in Berggemeinden

Der Umfang der Geldflüsse aus den EU-Agrarfördertöpfen in ländliche Gegenden in Vorarlberg ist mitunter beeindruckend. Am Beispiel der kleinen Berggemeinde St. Gerold im Großwalsertal zeigt sich, dass dort allein 2018/19 für 24 Förderfälle insgesamt mehr als 430.000 Euro ausbezahlt wurden.

In den meisten Fällen handelt es sich bei den Förderungsempfängern um Privatpersonen. Darunter scheinen mitunter auch prominente Politiker auf, so etwa die Familie des ÖVP-Nationalratsabgeordneten und Landwirtes Norbert Sieber. Er erhielt 2018/19 beinahe 52.000 Euro an EU-Agrarförderungen. (Wirtschaftspresseagentur)

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