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Vorarlberg: Liebherr-Werk Nenzing schraubt Prognosen nach unten

Liebherr in Nenzing schraubt seine Prognose zurück.
Liebherr in Nenzing schraubt seine Prognose zurück. ©VOL.AT/Rauch
Nach dem achtprozentigen Umsatzrückgang 2018 wird auch für 2019 und 2020 kein Wachstum erwartet - das bringt Anpassungen beim Personal mit sich - in den vergangenen Monaten wurden 30 Leasingarbeitskräfte in der Produktion abgebaut - verantwortlich dafür seien vor allem Rückgänge in Russland und der Türkei.

Die zum international tätigen Liebherr-Konzern mit Hauptsitz in Bulle (CH) gehörende Liebherr-Werk Nenzing GmbH erwartet in naher Zukunft kein Umsatzwachstum. Nachdem die Liebherr-Tochterfirma im Walgau bereits 2018 ein Umsatzminus von etwa acht Prozent vermeldete, geht man in der Unternehmensführung jetzt davon aus, dass man sich auch 2019 und 2020 in der Größenordnung des Vorjahres bewegen werde. Das erklärte Pressesprecher Wolfgang Pfister im wpa-Gespräch nach einer Anfrage, ob Informationen über einen Personalabbau in Nenzing stimmen würden.

Prognostiziertes Umsatzplus nach unten revidiert

Liebherr in Nenzing muss also seine ursprünglich im höheren einstelligen Prozentbereich gelegene Prognose zum Umsatzplus 2019 nach unten revidieren. "Wir hatten Ende 2018 noch eine vergleichsweise gute Auftragslage. Aber über den Sommer 2019 gab es eine relativ verhaltene Entwicklung. Deshalb rechnen wir derzeit mittelfristig mit einer Seitwärtsbewegung, da die meisten Aufträge doch eine längere Vorlaufzeit haben", so Pfister.

30 Leasingmitarbeiter im Produktionsbereich abgebaut

Auf diese Entwicklung habe Liebherr in Nenzing in den vergangenen Monaten auch schon auf der Personalseite reagiert. So habe das Unternehmen rund 30 Leasingkräfte im Produktionsbereich abgebaut. Aktuell liege man noch bei 170 Leasingmitarbeitern. Das bedeutet, dass rund 15 Prozent des Leasingpersonals in der Produktion gehen mussten. Bei dem Stand soll es auch bleiben. "Diese Anpassung beim Produktionspersonal ist kein außerordentliches Ereignis. Solche Maßnahmen haben wir in der Vergangenheit auch schon getroffen", sagte Pfister. In sechs Monaten könne die Prognose schon wieder anders aussehen.

Rückgänge in der Türkei und in Russland

Nach Angaben von Pfister seien die noch immer spürbaren Auftragsrückgänge aus Ländern wie Russland und der Türkei stark mitverantwortlich für die aktuelle Stagnation des Unternehmens. "Wir spüren die dortige Zurückhaltung und können das nicht schnell genug durch neue Dienstleistungen oder Angebote wettmachen." Das gelte etwa für digitales Zusatzgeschäft. Aber mit solchen Zusatzangeboten könne man den Wegfall von Großaufträgen naturgemäß nicht ausgleichen.

Offene Stellen in anderen Bereichen

Die Stammbelegschaft, also fix angestellte Mitarbeiter, seien von den derzeitigen Maßnahmen nicht betroffen. Insgesamt beschäftige Liebherr in Nenzing rund 1.650 Mitarbeiter (gerechnet nach Köpfen). Darin seien neben den angestellten Mitarbeitern auch Leasingkräfte, Schüler, Studenten (Praktika, Ferial) sowie Karenzierte inkludiert. Gegenwärtig seien außerhalb des Produktionsbereiches zudem 52 offene Stellen im Werk Nenzing ausgeschrieben. Dabei gehe es insbesondere um Digitalisierungsexperten, technische Fachdisziplinen (Antriebstechnik, Statik) und den kaufmännischen Bereich.

Fokus auf Baumaschinen

Das Liebherr Werk in Nenzing ist insbesondere auf die Entwicklung und Herstellung von Baumaschinen spezialisiert. Dazu gehören Raupenkrane, Seilbagger, Ramm- und Bohrgeräte sowie Spezialtiefbaugeräte.

Maritime Krane

Gleichzeitig ist in Nenzing auch die Spartenobergesellschaft Liebherr-MCCtec GmbH (Maritime Produkte) situiert. Die maritimen Krane werden in Rostock (D) und Sunderland (GB) hergestellt. Die Abwicklung der Aufträge erfolgt unterdessen über Nenzing. Allerdings werden alle Funktionen bei MCCtec von Mitarbeitern der Liebherr-Werk Nenzing GmbH wahrgenommen, das heißt es gibt Doppelfunktionen, aber keine eigenen MCCtec-Mitarbeiter.

(wpa)

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