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Vorarlberg lebenswerter gestalten

Bundesminister Andrä Rupprechter sieht in der Stärkung der ländlichen Regionen einen wesentlichen Schritt für die Zukunft Österreichs.
Bundesminister Andrä Rupprechter sieht in der Stärkung der ländlichen Regionen einen wesentlichen Schritt für die Zukunft Österreichs. ©JW
Ludesch. (jw) Masterplan zur Optimierung des ländlichen Raums wurde in Ludesch vorgestellt.
Heimat. Land. Lebenswert.

Der Frage, wie man auch in Zukunft die ländlichen Regionen in Österreich weiterhin attraktiv gestalten bzw. den Anreiz und die Zugkraft am Land noch weiter optimieren kann, ging vor kurzem die Veranstaltung „Heimat. Land. Lebenswert.“ nach. Das Bundesministerium für Land-,Forstwirtschaft und Umwelt (BMLFUW) hatte dazu neben zahlreichen Standesvertretern aus der Region auch LH Markus Wallner, den Vizepräsidenten des Gemeindeverbandes, Werner Müller, sowie Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann und den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Josef Moosbrugger, in die Blumenegghalle in Ludesch geladen, um die vorläufigen Schwerpunkte des Masterplans vorzustellen.

 

Ländliche Regionen stärken

Bundesminister Andrä Rupprechter sieht in der Ausarbeitung und Umsetzung des von seinem Ressort erarbeiteten Masterplans einen wichtigen Schritt, um Österreich von innen heraus zu stärken. „Jemand, der gut verwurzelt ist, kann letztendlich erst richtig wachsen“, so Rupprechter. Mit dem Projekt „Heimat. Land. Lebenswert“ soll ebendiesen Wurzeln, nämlich den ländlichen Regionen, wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Themen, wie etwa die teils starke zu erwartende Abwanderung – in manchen Regionen Österreichs rechnet man bis zum Jahr 2030 mit bis zu 10 Prozent – sollen dabei in Angriff genommen werden. Das Ziel des selbsternannten „Ministeriums für ein lebenswertes Österreich“ lautet also ganz klar: „Die Gleichberechtigung zur Stadt muss hergestellt werden. Der ländliche Raum muss für junge Menschen, für junge Familien aber auch für die bestehende Bevölkerung attraktiv bleiben.“ Diese Thematik sei in Vorarlberg nicht so vordergründig, wie LH Markus Wallner betonte. „In Vorarlberg ist man von jeher bemüht, den ländlichen und städtischen Raum nicht zu sehr auseinanderdriften zu lassen. Es gibt daher bei uns zum Glück wenig Abwanderung aus den Talschaften“, so Wallner.

 

Umfangreicher Maßnahmenkatalog

Damit dies auch weiterhin gelingt, wurde ein vorläufiger Maßnahmenkatalog erstellt. So soll neben der Verbesserung der Wirtschaft am Land – hier will man 200.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen – auch die Infrastruktur. Hier sind es vor allem die Bereiche Mobilität, Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie der Wegebau, die optimiert werden sollen. Einen zentraler Punkt in der Agenda „Heimat. Land. Lebenswert“ bildet der Themenblock Ehrenamt und Vereinsleben. „Das Ehrenamt, das in den letzten Jahren so stark belastet wurde, muss wieder mehr entlastet und unterstütz werden“, erklärt Andrä Rupprechter. Dem pflichtet auch der Ludescher BM Dieter Lauermann zu. „Das Vereinsleben ist wie das Salz in der Suppe in einer Kommune. Wenn man alle ehrenamtlichen Stunden, die im Laufe des Jahres getätigt werden, zahlen müsste, würde das das System sprengen“, so Lauermann. Des Weiteren wurden im Masterplan des BMFLUW die Themen gesundheitliche Versorgung am Land sowie die verbesserte Digitalisierung des ländlichen Raumes fixiert. Außerdem soll auch ein verstärkter Fokus auf die weibliche Landbevölkerung gelegt werden. Beim Ministerium ist man sich nämlich sicher: Die Zukunft am Land ist weiblich.

 

Digitale Leistungskarte

Seit 2013 sind im Rahmen der Initiative „Heimat. Land. Lebenswert“ österreichweit bereits 7 Milliarden Euro an Investitionsgeldern – allein in Vorarlberg waren es 290 Millionen Euro – in unterschiedliche Projekte geflossen. Auf einer vom Ministerium entwickelten digitalen Leistungskarte – abrufbar unter http://maps.bmlfuw.gv.at – können sich interessierte BürgerInnen ein Bild davon machen, welche Investitionen dabei in der umliegenden Region getätigt wurden.

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