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Vorarlberg - Landesrat Rauch zum Klimawandel: „Die Kosten des Nichtstun sind hoch – sozial und wirtschaftlich“

Landesrat Rauch nahm am 6. Public-Forum für die Ostschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg in St.Gallen teil.
Landesrat Rauch nahm am 6. Public-Forum für die Ostschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg in St.Gallen teil. ©VLK/A. Serra
Landesrat Johannes Rauch diskutierte am Mittwoch Abend im Rahmen des 6. Public-Forum für die Ostschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg das Thema „Energie-Wende 2050“ mit Experten.
Rauch zum Klimawandel

„Der Klimawandel hat bereits begonnen: Wir müssen jetzt handeln. Verzicht auf fossile Energieträger, Förderung nachhaltiger Energiequellen, Ausbau des öffentlichen Verkehrs und umfassende Bewusstseinsbildung sind dringend notwendig“, so Landesrat Rauch.

Vorarlberger Blick

Gestern fand in St. Gallen bereits zum sechsten Mal ein Public-Forum für die Region Ostschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg, organisiert von PwC, statt. Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung war „Energie-Wende 2050: Volkswirtschaftlicher Wahn oder unterschätze Chance für Wirtschaft und Lebensraum?“. Nach einleitenden Fach-Vorträgen nahm Landesrat Rauch an der anschließenden Podiumsdiskussion teil und brachte Vorarlberger Blickwinkel und Strategien in die Diskussion ein.

VLK/A. Serra
VLK/A. Serra ©VLK/A. Serra

Energieautonomie

Vorarlberg hat 2009 die Energieautonomie als langfristiges, strategisches Ziel beschlossen und deckt damit im Wesentlichen die Ziele des Pariser Klimaabkommens ab. Ziel der Energieautonomie ist der Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energie bis 2050.

Die Energieautonomie ist ein wirtschaftliches Chancenprogramm und schlichtweg auch eine Notwendigkeit: „Die Kosten des Nichtstun sind hoch – sozial und wirtschaftlich! Klimakatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren und Muren sind bereits heute Realität. Zusammen mit der Luftverschmutzung und dem Lärm beeinträchtigen sie unsere Gesundheit, gefährden unsere Zukunft und kosten im schlimmsten Fall Leben“, erläutert Landesrat Rauch. „Ein kompletter Verzicht auf fossile Energieträger ist dringend notwendig. Deshalb ist das Ziel der Energieautonomie auch die Unabhängigkeit von Energieimporten, die Reduktion des Energieverbrauchs und die Förderung von erneuerbarer Energie“.

Öffentlichen Verkehr forcieren

Neben einer nachhaltigen Gebäudesanierung und Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen liegt großes Potential auch im Verkehr: „Wir müssen den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr noch stärker forcieren“, so Mobilitätslandesrat Rauch. „Der konsequente Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Förderung des Fahrradfahrens tragen nicht nur dazu bei, Energie zu sparen und somit das Klima zu schützen, sondern helfen auch dabei, die Luftqualität zu verbessern sowie Platz zu sparen.“ Gefordert sind alle Ebenen: die individuelle, die betriebliche, die kommunale, die regionale, die staatliche und die europäische Ebene. „Nicht nur beim Individualverkehr, sondern auch beim Transportwesen muss hier ein Umdenken stattfinden“, ergänzt Landesrat Rauch.

Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger birgt volkswirtschaftlich großes Potential: er schafft neue, nachhaltige Jobs in der Region, sogenannte „Green Jobs“. Dies hat die Vorarlberger Landesregierung bereits in ihrem Regierungsprogramm festgehalten. Dass dies auch für die Schweiz der Fall sei, führte Referent Prof. Anton Gunzinger von der ETH Zürich im Rahmen des Public Forum aus. Ein Umstieg der Schweiz auf erneuerbare Energie sei volkswirtschaftlich höchst profitabel.

(VLK)

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