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Vorarlberg: Hysterische Schlumpfine und wilde Wikinger vor Gericht

Der Landesnarrentag 2018 in Lauterach./Symbolbild
Der Landesnarrentag 2018 in Lauterach./Symbolbild ©Steurer
Geldstrafen für drei Faschingsnarren, die tätlich gegen einschreitende Polizisten vorgegangen sind.

Von Seff Dünser/NEUE

Er freue sich schon auf den nächsten Fasching, merkte Richard Gschwenter am Ende der Verhandlung ironisch an. Gestern hatte der Strafrichter des Landesgerichts Feldkirch wieder einmal das aggressive Verhalten von alkoholisierten Faschingsnarren zu beurteilen. Er sprach drei Angeklagte, die im Februar nach einem Faschingsumzug in Lauterach in einem Festzelt tätlich gegen einschreitende Polizisten vorgegangen waren, wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt schuldig und den Erstangeklagten auch noch wegen tätlichen Angriffs auf einen Beamten und schwerer Körperverletzung an einem Beamten.

In den Schwitzkasten genommen

Der 27-jährige Erstangeklagte gab zu, dass er, verkleidet als Wikinger, einen Polizisten in den Schwitzkasten genommen und dabei verletzt und sich danach gegen seine Festnahme gewehrt hat. Dafür wurde über den vorbestraften Obmann eines Faschingsvereins eine Geldstrafe von 5000 Euro (250 Tagessätze zu je 20 Euro) verhängt. Zudem hat er dem verletzten Polizisten als Schmerzengeld 2500 Euro zu bezahlen.Seine 21-jährige Freundin räumte ein, sie habe sich als angetrunkene Schlumpfine hys­terisch benommen und einem Polizisten auf den rechten Arm geschlagen. Die unbescholtene Arbeitslose wurde zu einer Geldstrafe von 600 Euro (150 Tagessätze zu je vier Euro) verurteilt.

Ihr 23-jähriger Bruder, der ebenfalls als Wikinger kostümiert war, hat versucht, einen Polizisten vom 27-jährigen Kollegen wegzuziehen. Das trug dem unbescholtenen Techniker am Dienstag eine Geldstrafe von 2550 Euro (170 Tagessätze zu je 15 Euro) ein. Keines der drei – von den Angeklagten angenommenen – Urteile ist rechtskräftig. Freigesprochen wurde der Erstangeklagte vom Vorwurf der Körperverletzung. Es gab keinen Beweis dafür, dass der Wikinger einen Security-Mitarbeiter im Festzelt mit einem Schlag ins Gesicht leicht verletzt hat. Der Geschädigte sagte aus, ein als Bär verkleideter Mann habe ihn geschlagen.

(Red.)

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